Achtung: Eis-Einbruch!

Die Versuchung ist für Kinder besonders groß: Das glitzernde Eis auf dem Weiher zieht sie magisch an. Was tun, wenn ein Kind bei einem Ausflug nicht widerstehen kann und ins Eis einbricht?

Wenn kleine Kinder ins Eis einbrechen, ist die Lage besonders dramatisch“, so Silvia Darmstädter vom Deutschen Feuerwehrverband. „Schließlich können sie meist noch nicht schwimmen und geraten im eiskalten Wasser schnell in Panik.“ Ein Zustand, der die Rettung des Kindes erschwert. Egal, wie und wo das Kind eingebrochen ist, die Expertin rät:

  1. Sofort den Notruf 112 wählen.
  2. Die anderen Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen.
  3. Abwägen: „Was kann ich tun, ohne mich selbst oder andere in Gefahr zu bringen?“
    • Ist das Kind direkt am Ufer eingebrochen, sofort das Kind herausziehen. Achtung: Vollgesogene Winterkleidung ist sehr schwer. Bitten Sie möglichst andere Personen um Hilfe.
    • Wenn das Kind mitten im Gewässer eingebrochen ist und sie es nicht
      vom Ufer aus greifen können, keine überstürzte Rettungsaktion starten: Die wesentlich schwereren Erwachsenen laufen Gefahr, ebenfalls einzubrechen.
    • Ist das Kind in Ufernähe, flach aufs Eis legen und dem Kind einen dicken Ast oder einen zusammengerollten Mantel zuwerfen, damit es daran herausgezogen werden kann.
  4. Einem geretteten Kind, das „nur“ mit den Beinen eingebrochen ist, die nasse Hose ausziehen und es mit warmen Jacken bedecken. Wenn das gerettete Kind komplett nass ist, die Kleidung anlassen, und nur warme Kleidungs stücke drüberlegen, bis der Notarzt kommt.
  5. Niemals im Wasser tauchen, um Personen zu suchen.

Wichtig: Werden nicht offiziell freigegebene Eisflächen betreten, besteht Lebensgefahr! Es droht eine lebensgefährliche Unterkühlung und Ertrinken. Kinder haben bereits nach zwei Minuten im Wasser kaum noch eine Überlebenschance. Weisen Sie die Kinder auf diese Gefahr hin! Kinder sind besonders gefährdet, da sie die Tragfähigkeit der Eisdecke überschätzen. Auch wenn das Eis an Ufernähe fest erscheint, kann es wenige Meter weiter brüchig sein. Dies gilt vor allem bei fließenden Gewässern, durch Strömungen kommt es zu erheblichen Unterschieden der Eisdicke.

WEITERE INFOS

www.feuerwehrverband.de