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	<title>Titelthema Archive - KinderKinder</title>
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	<description>Sicherheit &#38; Gesundheit in Kindertageseinrichtungen</description>
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		<title>Zwischen Verantwortung und Delegation</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/zwischen-verantwortung-und-delegation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:55:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2026]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Spielplatzgeräte auf dem Außengelände und alle Elektrogeräte müssen wieder überprüft werden, die Beschäftigten benötigen eine Auffrischung in Erster Hilfe und die neue Kollegin eine Erstunterweisung zum Infektionsschutz und zur Händehygiene. Geht es darum, das Arbeiten, Lernen und Spielen in der Kita sicher und gesund zu gestalten, sind das nur einige der Aspekte, die eine &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/zwischen-verantwortung-und-delegation/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Zwischen Verantwortung und Delegation“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2>kurz &#038; knapp</h2>
<p>+ Ob großer oder kleiner Träger, die Aufgaben im Arbeitsschutz sind identisch<br />
+ Sicherheitsbeauftragte oder Beschäftigte können Aufgaben übernehmen, die Verantwortung bleibt bei der Leitung<br />
+ Unterstützung durch externe Fachkräfte, Netzwerke und Infos der Unfallversicherungsträger nutzen </div>



<p>Die Spielplatzgeräte auf dem Außengelände und alle Elektrogeräte müssen wieder überprüft werden, die Beschäftigten benötigen eine Auffrischung in Erster Hilfe und die neue Kollegin eine Erstunterweisung zum Infektionsschutz und zur Händehygiene. Geht es darum, das Arbeiten, Lernen und Spielen in der Kita sicher und gesund zu gestalten, sind das nur einige der Aspekte, die eine Kitaleitung auf dem Schirm haben muss. Durch das Arbeitsschutzgesetz und die DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ ist der Arbeitgeber verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, damit die Beschäftigten in seinem Unternehmen sicher und gesund arbeiten können. Im Falle von Kitas ist der Arbeitgeber der Träger und neben den Beschäftigten müssen natürlich auch immer die Kinder in die Überlegungen einbezogen werden. Der Träger bleibt zwar in der Gesamtverantwortung, in der Regel wird er aber die Durchführung von einem großen Teil der Maßnahmen auf die Kitaleitung übertragen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Größere Kitas im Vorteil</h2>



<p>„Kitas, die zu einem großen Träger gehören, sind meist im Vorteil im Vergleich zu jenen von ganz kleinen Trägern, etwa Elterninitiativen“, sagt Annette Kuhlig, Präventionsexpertin bei der Unfallkasse Berlin. Bei den großen Trägern seien viele Abläufe standardisiert und gut organisiert. Prüfungen (z. B. von elektrischen Betriebsmitteln, Spielgeräten, Brandschutz) und auch die Behebung von baulichen Mängeln erfolgen in der Regel zentral durch den Träger oder durch externe Firmen. Auch die Leistungen betriebsärztlicher Dienste und  von Fachkräften für Arbeitssicherheit werden meist zentral für alle Einrichtungen eingekauft. „Die Kitaleitung kann sich eigentlich darauf verlassen, dass diese Strukturen funktio­nieren“, so Kuhlig. Außerdem können die Einrichtungen großer Träger oft über das interne Intranet auf fertige Unter­weisungsmaterialien zugreifen oder bekommen diese als analogen Ordner zur Verfügung gestellt. „Kleine Kitas müssen sich diese Inhalte selbst zusammensuchen und diese Dinge eigenständig mit ihrem Vorstand organisieren.“ Hilfreich seien dabei die Unterstützung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit und, der Austausch mit anderen Kitas, etwa in einrichtungsübergreifenden Leitungsrunden. „Aber auch die Branchenregel Kindertageseinrichtung bietet einen Überblick über mögliche Gefährdungen und Präventionsmaßnahmen im Kita­-Alltag“, so die Expertin. „Hier und auch auf den Internetseiten der Unfallkassen und der BGW findet man viele wesentliche Informationen und kann sich gut daran orientieren. Zudem werden Seminare für Kitaleitungen zu diesem Thema angeboten.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Leitungen können delegieren</h2>



<p>Eine gute Unterstützung für die Kitaleitungen sind ihre Stellvertretungen. Sie sichern die Abläufe in Abwesenheit der Leitung, müssen also gut eingebunden und informiert sein. Geht es darum, Sicherheit und Gesundheit in der Kita zu koordinieren, können sie auch bestimmte Bereiche wie zum Beispiel die Organisation der Ersten Hilfe komplett übernehmen. „Trotzdem muss die Leiterin kontrollieren, ob alles läuft“, schränkt Kuhlig ein. Leitungen können bestimmte Aufgaben an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter delegieren, die sich durch gezielte Schulungen Fachwissen angeeignet haben. So kann der Sicherheitsbeauftragte zum Beispiel bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung unterstützen oder bestimmte Unterweisungen durchführen. Kuhlig betont: „Es ist dabei wichtig zu wissen, dass Sicherheitsbeauftragte zwar Aufgaben übernehmen können, sie sind aber nicht verantwortlich für Sicherheit und Gesundheit.“ Manche Themenfelder erfordern jedoch gezieltes Fachwissen. Immer dann, wenn es um spezifische Themen wie etwa Infektionsschutz, Brandschutz oder Schutz vor UV­-Strahlung geht, sollten externe Fachkräfte (Betriebsärztinnen und ­-ärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit) hinzugezogen werden. Auch wenn die Kitaleitung Aufgaben delegiert: Sie muss sicherstellen, dass die Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden – auch bei Personalmangel.</p>



<p>Wenn die Kitaleitung Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit nicht als Zusatzaufgabe wahrnimmt, sondern das Potenzial erkennt, kann sie gemeinsam mit dem Träger und den Beschäftigten viel Gutes für alle in der Einrichtung bewirken.</p>



<div style="height:38px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-blau"></p>
<p>Diese Basisinformation zu Sicherheit und Gesundheit in Kita können Sie bequem über unsere Webseite herunterladen:<br />
<a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/basisinfo/">www.kinderkinder.dguv.de/basisinfo </a></p>
<p>• Branchenregel Kindertageseinrichtung<br />
• DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“<br />
• Flyer „Kleine KiTa – aber sicher“</p>
<p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Leitung in der Schlüsselrolle </title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/die-leitung-in-der-schluesselrolle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:55:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2026]]></category>
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		<category><![CDATA[Stressbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Teamentwicklung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gesundheit in Kitas bedeutet weit mehr als rückenschonendes Arbeiten und Schallschutz. „Wenn ergonomische Stühle und eine Lärmampel eine Kita gesund machen würden, dann hätten wir heute keine kranken Kitas mehr“, sagt Sozialpädagogin Lena Heidrich, die Träger, Leitungen und Teams im Bereich Konzeptionsentwicklung, Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung begleitet.&#160; Die Bildungs-­ und Qualitätsbeauftragte des Instituts für Bildung und &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/die-leitung-in-der-schluesselrolle/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Leitung in der Schlüsselrolle “ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2>kurz &#038; knapp</h2>
<p>+ Vorbildfunktion der Leitung beeinflusst die Gesundheit des Teams<br />
+ Haltung, Klarheit und Beteiligung sind entscheidende Faktoren<br />
+ Ohne die Unterstützung des Trägers und ohne verankerte Strukturen geht es nicht </div>



<p></p>



<p>Gesundheit in Kitas bedeutet weit mehr als rückenschonendes Arbeiten und Schallschutz. „Wenn ergonomische Stühle und eine Lärmampel eine Kita gesund machen würden, dann hätten wir heute keine kranken Kitas mehr“, sagt Sozialpädagogin Lena Heidrich, die Träger, Leitungen und Teams im Bereich Konzeptionsentwicklung, Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung begleitet.&nbsp;</p>



<p>Die Bildungs-­ und Qualitätsbeauftragte des Instituts für Bildung und Entwicklung plädiert für einen ganzheitlichen Blick: Entscheidend sei eine wertschätzende und gesundheitsfördernde Führungskultur. Die wirke sich unmittelbar auf das Wohlbefinden der pädagogischen Fachkräfte – und damit auch der Kinder – aus. „Eine gesunde Kita ist damit Führungsaufgabe.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was gesunde Führung ausmacht</h2>



<p>Mit ihrem Führungsverhalten können Leitungen Gesundheit und Sicherheit aktiv beeinflussen. Die Vorbildfunktion spielt dafür eine wesentliche Rolle. „Wenn neue Aufgaben auf die Kita zukommen, kann ich darüber verzweifeln und meine Unruhe auf die Belegschaft übertragen. Oder ich sage: Alles klar – kriegen wir hin“, veranschaulicht Heidrich.</p>



<p>Feste Strukturen, transparente Entscheidungen und eine positive Grundhaltung geben dem Team Orientierung. Ebenso wichtig sei Beteiligung: Nur wenn Fachkräfte mitgestalten könnten, würden sie Sinnhaftigkeit im Beruf empfinden und resilient bleiben. Die individuelle Gesundheitskompetenz und die Gesundheitsförderung im Betrieb sollten Hand in Hand gehen.</p>



<p>Zur emotionalen Sicherheit tragen konkrete Anforderungsprofile bei. „Fachkräfte brauchen Klarheit darüber, was genau ihre Aufgabe ist und wie sie dieser gerecht werden können“, weiß Heidrich. Gesunde Führung bedeute, Beschäftigte weder zu über­ noch zu unterfordern – sondern sie so zu unterstützen, dass sie ihr Potenzial und ihre Kompetenzen einbringen können. Die Leitfrage dazu: Was braucht die einzelne Fachkraft, um gut arbeiten zu können?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Leitbild zur Umsetzung</h2>



<p>Der Weg zur gesunden Kita beginnt am besten mit einem Leitbild, das vom Träger vorgegeben wird und aus dem gemeinsam mit dem Team eine eigene Vision abgeleitet wird. Auf dieser Grundlage geht es darum, eine Konzeption zu entwickeln und sich Schritt für Schritt Ziele zu setzen. Eine gelebte Konzeption bietet Kindern, Eltern, Fachkräften, Leitung und Träger Klarheit und Verbindlichkeit. Der Schwerpunkt Gesundheit in der Kita wird ganzheitlich verankert und schafft es von der Dokumentation auf dem Papier in die gelebte Praxis. Beispielsweise, indem in Teamsitzungen mit Fragen ein Fokus auf die Energie der Beschäftigten gelegt wird: Wie geht es dir/mir heute? Wie viel Energie habe ich? Was hat mir heute Energie gegeben oder genommen?</p>



<p>Bei der Umsetzung stoßen Leitungen jedoch auf Herausforderungen. Zeit­ und Personalmangel sind die größten, hinzu kommen steigende Anforderungen an Kitas im Bereich Bildung und Erziehung. Trotz dieser Rahmenbedingungen haben Kitaleitungen Handlungsmöglichkeiten. „Viele Herausforderungen haben mit uns selbst zu tun“, sagt Heidrich. „Denn ob ich engagiert bin, ob ich meine Energie in der mir zur Verfügung stehenden Zeit klug einsetze und ob ich eine gesunde Haltung gegenüber meiner Arbeit habe – das habe ich in der Hand.“ Dieser präventive Selbstbezug sollte einen zentralen Ankerpunkt bilden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kompetenzen der Leitung</h2>



<p>Kitaleitungen sind auf vielen Ebenen gefordert. Sie müssen organisieren, sich mit Arbeitsschutz und rechtlichen Vorgaben auskennen, Krisen managen. Neben Fachwissen gehören persönliche Kompetenzen dazu: Flexibilität und Belastbarkeit, die Fähigkeit zur Selbstreflexion, Kommunikationsstärke, Konfliktfähigkeit und Empathie. „Eine Leitung muss sich ins Team hineinversetzen können. Sie muss Konflikte erkennen, ansprechen und konstruktiv lösen – sonst macht es niemand“, weiß Heidrich.</p>



<p>Leitungen benötigen ausreichend zeitliche Ressourcen, um ihre Aufgaben gut erfüllen zu können. Regelmäßige Fortbildungen – beispielsweise zu Zukunftsthemen wie Digitalisierung oder psychosozialer Gesundheit – erhöhen die Selbstwirksamkeit und reduzieren Unsicherheiten im Team. „Kitas entwickeln sich besonders gut, wenn Träger und Leitung in klar kommunizierter Partnerschaft zusammenarbeiten“, so Heidrich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann man Führung messen?</h2>



<p>Gute Führung ist mehr als Bauchgefühl und Selbstwahrnehmung – und sie lässt sich bis zu einem gewissen Grad messen. Fluktuation und Krankheitsstände sind zum Beispiel Kennzahlen dafür.&nbsp;&nbsp;Supervisionen und Coachings sind für qualitative Einblicke hilfreich. Auch Mitarbeiterbefragungen zu klar definierten Themen wie Kommunikation, Wertschätzung oder Arbeitsklima können zielführend sein – insbesondere, wenn sie im Rahmen einer&nbsp;&nbsp;klaren systematischen Organisationsentwicklung als Gesundheitsmonitorings eingesetzt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Keine Angst vor Normen</h2>



<p>Hilfreich ist aus Heidrichs Sicht, wenn sich Leitungen auf dem Weg zur gesunden Kita mit der ISO­Norm 45001 (Managementsysteme für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) auseinandersetzen. „Die ist für Unternehmen gedacht – eine Kita ist ja genau das“, sagt die Qualitätsbeauftragte des Instituts für Bildung und Entwicklung. „Die Norm beinhaltet Arbeits­- und Gesundheitsschutzwissen, das man von der Theorie in die Kitapraxis übertragen kann.“</p>



<p>Auch Gefährdungsbeurteilungen sollten Kitas nicht als lästige Pflicht wahrnehmen. Zum Beispiel könne man sich als Team einen Raum hinsichtlich der physischen und psychischen Belastungen anschauen. Stellt sich dabei heraus: Es ist bei der Essenssituation zu laut und die Sitzposition für die Fachkräfte ist nicht optimal, lassen sich daraus Maßnahmen ableiten. Werden diese Punkte dokumentiert, ist die Gefährdungsbeurteilung für den Raum erledigt. „Wenn man das Risikomanagement als gemeinsames, ganzheitliches Fokusziel anlegt, kann daraus ein echter Gewinn für die Gesundheit aller werden“, sagt Heidrich.</p>



<p><em>Die Sozialpädagogin <strong>Lena Heidrich</strong> ist gelernte Erzieherin, hat an der Hochschule Koblenz Bildungs- und Sozialmanagement mit dem Schwerpunkt frühe Kindheit studiert sowie eine Ausbildung zur Bildungs- und Qualitätsbeauftragten des integrierten Kita-Management-Systems PRE-pBK absolviert. Sie leitet das Institut für Bildung und Entwicklung Gieleroth am Standort Montabaur. Als Dozentin begleitet sie Träger, Leitungen und Teams bei der Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems.</em></p>



<div style="height:57px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-orange"></p>
<p>Ob Teamentwicklung, Stressbewältigung oder Gefährdungsbeurteilungen – praktische Tipps zur gesunden Führungskultur haben wir in Form einer Checkliste zusammengestellt. </p>
<p><a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/gesund-fuehren">www.kinderkinder.dguv.de/gesund-fuehren</a><br />
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Wo die Fäden zusammenlaufen</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/wo-die-faeden-zusammenlaufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:53:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[01/2026]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
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		<category><![CDATA[Kitaleitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schnittstelle]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Josephine Panzer schaut in den Dienstplan, den sie gemacht hat: Wer übernimmt morgen den Bauraum? Wer begleitet die Eingewöhnungskinder? Wer ist für das Kinderrestaurant eingeteilt? „Offene Arbeit muss klar strukturiert sein“, sagt die Leiterin der inklusiven Kita Regenbogenland. „Die Organisation ist meine Aufgabe: Alle müssen wissen, was sie den Tag über zu tun haben.“&#160; Mit &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wo-die-faeden-zusammenlaufen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wo die Fäden zusammenlaufen“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2>kurz &#038; knapp</h2>
<p>+ Kitaleitung mit Erwartungen von verschiedenen Seiten konfrontiert</p>
<p>+ Klare, offene und gleichzeitig empathische Kommunikation als Schlüssel</p>
<p>+ Stellvertretung als wichtige Ressource im Umgang mit Belastungen<br />
</div>



<div style="height:72px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Josephine Panzer schaut in den Dienstplan, den sie gemacht hat: Wer übernimmt morgen den Bauraum? Wer begleitet die Eingewöhnungskinder? Wer ist für das Kinderrestaurant eingeteilt? „Offene Arbeit muss klar strukturiert sein“, sagt die Leiterin der inklusiven Kita Regenbogenland. „Die Organisation ist meine Aufgabe: Alle müssen wissen, was sie den Tag über zu tun haben.“&nbsp;</p>



<p>Mit Platz für mehr als 180 Kinder inklusive acht Integrationsplätzen sowie 26 pädagogischen Fachkräften gleicht ihr Alltag oft einer Jonglage. Ein Krankenschein, eine spontane Nachfrage der Stadtverwaltung oder ein Elternanruf – schon kippt die sorgfältig geplante Balance. „Wichtig ist es, flexibel zu bleiben, aber immer das Kind im Blick zu haben“, betont Panzer. Ihr Leitsatz lautet: Bindung vor Bildung. Jedes Kind bekommt die Zeit und Zuwendung, die es braucht. Wenn die Not groß ist, springt sie auch selbst im Gruppendienst ein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein schwieriger Start</h2>



<p>Als Josephine Panzer vor zehn Jahren mit gerade einmal Mitte 20 die Leitung übernahm, traf sie auf festgefahrene Strukturen. Acht überfüllte Gruppen, starre Abläufe, wenig Rücksicht auf individuelle Bedürfnisse. „Das war schon immer so“ war der Satz, den sie am häuﬁgsten hörte. Schlafenszeit war dann eben Schlafenszeit und die Kinder hatten zwei Stunden ruhig und leise zu sein – egal, ob sie nun müde waren oder nicht.</p>



<p>Die Versuche der jungen Leiterin, pädagogische Konzepte moderner und kindorientierter zu gestalten, stießen damals auf massiven Widerstand – im Team wie bei den Eltern. „Da gab es wenig Raum für Veränderungsprozesse oder für einen Perspektivwechsel“, erinnert sie sich. „Es war am Anfang keine leichte Zeit für mich.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der lange Atem zahlt sich aus</h2>



<p>Schritt für Schritt schaffte sie es, Haltung und Strukturen zu verändern und die Einrichtung dorthin zu bringen, wo sie heute ist. Eine große Unterstützung war damals ihre Stellvertreterin Sandra Zimmerling, die momentan in Elternzeit ist. Außerdem halfen ihr Fachberatung, der Rückhalt des Trägers – und ein langer Atem. Der Lohn folgte im Jahr 2024 mit der Auszeichnung als „Kita des Jahres“ für das offene Konzept.</p>



<p>Das wird mittlerweile gut angenommen: „Alle Eltern, die ihre Kinder zu uns bringen, haben sich bewusst für uns und unser Konzept entschieden“ betont Josephine Panzer. Statt Ablehnung erfährt sie nun viel Wertschätzung für den Ansatz der bedürfnisorientierten Pädagogik, bei der alle Bildungsbereiche den gleichen Stellenwert genießen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Stell dir vor, das wäre dein Kind“</h2>



<p>Auf dem Weg dorthin war in der Kleinstadt nahe Leipzig viel Überzeugungsarbeit notwendig. Das gelang nur durch gute Kommunikation – das wichtigste Mittel für die Kitaleiterin in ihrer Schnittstellenfunktion zwischen Träger, Eltern und eigenem Team. Josephine Panzer setzt dabei auf Offenheit, Transparenz, Empathie und gleichzeitig klare Ansagen: „Manchmal hilft nur die Frage: Stell dir vor, das wäre dein Kind. Wie würdest du dich fühlen?“</p>



<p>Diese Haltung prägt auch die interne Kultur: wertschätzend, lösungsorientiert, mit klarer Fehler­ und Reflexionskultur – und immer auch mit einer Prise Humor. „Solange das gelingt, schaffen wir es als Team auch, besondere Herausforderungen wie krankheitsbedingte Engpässe oder Ähnliches zu bewältigen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nicht alle Erwartungen lassen sich erfüllen&nbsp;</h2>



<p>Bei der täglichen Arbeit wird Josephine Panzer mit den unterschiedlichsten Erwartungen konfrontiert. Beispiel Eltern: „Die eine Mutter möchte gerne anderthalb Stunden durch das Haus laufen und selbst die Erziehungsarbeit vorgeben. Die andere gibt ihr Kind ab und macht sich dann sofort auf den Weg zur Arbeit“, veranschaulicht sie. „Wir versuchen, alles so individuell wie möglich zu regeln und im Rahmen unseres Konzepts umzusetzen.“ </p>



<p>Nicht alle Erwartungen kann sie erfüllen. Das gilt auch gegenüber den Fachkräften, deren individuelle Stärken und Wünsche sie bei der Dienstplangestaltung zu berücksichtigen versucht. „Manchmal muss ich Erwartungen enttäuschen“, sagt Josephine Panzer. Sie begreift sich im Arbeitsalltag zwar als Kollegin, aber die endgültigen Entscheidungen trifft im Zweifelsfall sie als Leitung. „Ich kann nicht immer alle glücklich machen. Aber ich kann erklären, warum ich wie entschieden habe.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Neues Konzept und Neugestaltung der Räume&nbsp;</h2>



<p>Von der pädagogischen Neuausrichtung sind inzwischen alle in der Kita Regenbogenland über-zeugt – das Team wie die Eltern. Das bedingte eine Umgestaltung der Räume. Ergebnis: Die Kinder haben jetzt mehr Platz, um sich auszuprobieren. Auch das Schlafkonzept funktioniert nur deshalb so reibungslos und flexibel, weil die jüngeren Kinder mit höherem Schlafbedürfnis in die erste Etage gezogen sind und die älteren Kinder nun im Erdgeschoss untergebracht sind. Oben ist Ruhe, während unten getobt werden kann. „Alle merken, dass es den Kindern guttut“, sagt Panzer.</p>



<p>Insbesondere die Zeit des Umbruchs war sehr kräftezehrend. Doch die Belastungen sind auch im Tagesgeschäft groß, wenn beispielsweise die Krankheitswelle anrollt und Personalmangel droht. „Seit zehn Jahren kann ich das ganz gut wegstecken, aber man muss natürlich auf sich aufpassen“, sagt Panzer. Die gute Zusammenarbeit mit dem Träger, den Eltern und dem Team sind ihre Motivation, vor allem aber der Blick für das Wohlergehen der Kinder. Energie holt sie sich aus dem Familien­ und Freundeskreis. Und ganz wichtig: „Meine größte Ressource im Job ist das Leitungstandem.“ Derzeit ist Diana Scheller ihre Stütze, die Sandra Zimmerling während ihrer Elternzeit vertritt. Geholfen hat außerdem die Installation von drei Teamleiterinnen, die als zusätzliches Bindeglied zwischen der Leitungsebene und dem Team vermitteln und die Kommunikation erleichtern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1440" height="1029" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-1440x1029.jpg" alt="Diana Scheller und Josephine Panzer am Schreibtisch." class="wp-image-8304" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-1440x1029.jpg 1440w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-300x214.jpg 300w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-768x549.jpg 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-1536x1098.jpg 1536w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-2048x1464.jpg 2048w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-250x179.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-1392x995.jpg 1392w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-263x188.jpg 263w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-504x360.jpg 504w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-580x415.jpg 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-357x255.jpg 357w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-238x170.jpg 238w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2026/02/Diana_Scheller_und_Josephine-Panzer_a-214x153.jpg 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diana Scheller bildet derzeit zusammen mit Josephine Panzer das Leitungstandem.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne Vertrauen des Trägers geht es nicht</h2>



<p>Das Vertrauen seitens des Trägers hat Josephine Panzer immer gespürt, auch in der anstrengenden Zeit der Neuausrichtung: „Ohne geht es nicht.“ Sie pflegt auch zu Bürgermeister und Stadtverwaltung ein gutes Verhältnis, wobei sich der Kontakt meist auf die notwendigsten Aspekte der Zusammenarbeit beschränkt, Neuanmeldungen von Kindern oder Materialbestellungen beispielsweise. „Jeder Träger ist wohl grundsätzlich froh, wenn er von seiner Kita relativ wenig hört. Dann weiß er, dass es gut läuft.“&nbsp;</p>



<p>Über den Träger landen auch Arbeitsschutzthemen auf ihrem Tisch: Der Lärmschutz ist ein besonders wichtiges Thema, da die Akustik in dem Altbau nicht die beste ist. Das Preisgeld des Deutschen Kita­Preises will das Regenbogenland in Schallschutz an Decken und Wänden investieren. Wobei Josephine Panzer umtriebig nach Sponsoren sucht – vielleicht lässt sich dadurch die Akustik in nochmehr Räumen verbessern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erwartungen, Konflikte und Vision</h2>



<p>Der Anruf bei Förderern ist nur einer von vielen in der Arbeitswoche von Josephine Panzer. Sie ist als Organisatorin und als Pädagogin gefragt. Darüber hinaus als Netzwerkerin, die zum Träger, zum Kita­Förderverein, zu Schulen, zu lokalen Betrieben und Behörden sowie zu Fortbildungsinstituten Kontakt hält. Ihre Schnittstellenrolle bedeutet, Erwartungen zu balancieren, Konflikte auszuhalten und trotzdem die pädagogische Vision nicht aus den Augen zu verlieren. „Am Ende geht es darum, dass Kinder hier eine gute Zeit haben.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nicht erst, wenn etwas passiert ist</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/nicht-erst-wenn-etwas-passiert-ist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 08:45:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04/2025]]></category>
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		<category><![CDATA[Notfallmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Notfallplan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Große Aufregung! Noah fehlt. Seine Mutter steht aufgelöst im Flur der Kita, sie wollte ihren Sohn abholen, doch nun ist er unauffindbar. Das Elterngespräch mit Familie K. droht zu eskalieren, der Vater wird immer lauter und beleidigt die Erzieherin. Durch einen technischen Defekt gibt es einen Stromausfall, es ist unklar, wie lange er anhalten wird. &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/nicht-erst-wenn-etwas-passiert-ist/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Nicht erst, wenn etwas passiert ist“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Kitas müssen Notfälle vorausschauend planen, nicht erst im Ernstfall handeln<br />
_Klare Abläufe und regelmäßige Vorbereitung geben Teams Sicherheit<br />
_Davor, Darin, Danach: Gutes Notfallmanagement umfasst Vorbereitung, akutes Handeln und Nachsorge</p>
<p></div>



<p>Große Aufregung! Noah fehlt. Seine Mutter steht aufgelöst im Flur der Kita, sie wollte ihren Sohn abholen, doch nun ist er unauffindbar. Das Elterngespräch mit Familie K. droht zu eskalieren, der Vater wird immer lauter und beleidigt die Erzieherin. Durch einen technischen Defekt gibt es einen Stromausfall, es ist unklar, wie lange er anhalten wird. Aus dem Abstellraum kriecht Rauch unter der Tür hervor.<br><br>All dies sind Situationen, deren Eintreffen vielleicht außergewöhnlich, aber nicht ausgeschlossen ist. Besser, man bereitet sich als Team auf Notfälle vor, noch ehe sie passieren, damit man im Fall des Falles weiß, was zu tun ist. „In einer Notfallsituation ist man ohnehin aufgeregt, und es fällt enorm schwer, planvoll und sicher zu handeln. Es regelt sich dann eben nicht ‚einfach so‘“, sagt auch Jessica Rehse von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, die zusammen mit Kolleginnen, Kollegen und externen Unterstützern einen Notfallordner für Kitas gestaltet hat. „Wenn ein Kitateam sich im Vorfeld bewusst mit möglichen Risiken und potenziell problematischen Situationen auseinandersetzt und gemeinsam überlegt, wie damit umgegangen werden kann, ist es im Ernstfall deutlich besser vorbereitet.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Notfallpläne sind essenziell<br></h2>



<p>Zu oft setzen sich die Kitateams mit dem Thema Notfälle jedoch erst auseinander, wenn es einen aktuellen Anlass gibt. Dabei, meint die Expertin, könne man das Thema recht niederschwellig und regelmäßig angehen, ohne gleich großen Aufwand betreiben zu müssen. „Statt das große Thema ‚Notfälle‘ im Block zu bearbeiten, kann man regelmäßig bei jeder oder jeder zweiten Teamsitzung über Sicherheit und Gesundheit sprechen.“ Sie schlägt vor, sich für den Anfang erst einmal ein einziges Thema vorzunehmen, das das Team als besonders problematisch ansieht. Ein konkretes Beispiel: Schwierige Elterngespräche kennen alle, also könnte eine Maßnahme sein, künftig nicht mehr allein in solche Gespräche zu gehen und sicherzustellen, dass der Raum von außen einsehbar ist. „Darüber muss man sich aber verständigen, es einmal festlegen – und schriftlich fixieren.“ Und so rät die Fachfrau dazu, das Thema „Notfälle und Notfallpläne“ systematisch anzugehen, inklusive Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen. Grundsätzlich zuständig für die Implementierung eines Notfallmanagements sind der Träger einer Einrichtung und die Kitaleitung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Man muss nicht bei null beginnen</h2>



<p>Verschiedene Unfallkassen stellen Kitas zur Unterstützung Notfallordner oder -broschüren zur Verfügung, die einen hilfreichen Überblick über das geeignete Vorgehen in zentralen Notfallsituationen bieten. Darunter fallen etwa medizinische oder soziale Notfälle, Gewaltvorfälle, aber auch solche Notfälle, die durch Feuer, Unwetter oder technische Defekte verursacht wurden. „Es gibt darin viele Tipps und Hinweise – aber jede Einrichtung muss bezogen auf die vorhandenen Gegebenheiten vor Ort eigene Notfallpläne entwickeln“, betont Jessica Rehse die Notwendigkeit, dass sich Kitaleitung und Team intensiv und einrichtungsbezogen mit der Thematik auseinandersetzen. Vorge-fertigte Handlungsanleitungen müssten angepasst und regelmäßig aktualisiert werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Davor, darin, danach</h2>



<p>„Es geht beim Notfallmanagement um mehr, als sich zu überlegen, wie man sich in einer brenzligen Situation adäquat verhält“, ergänzt Jessica Rehse. Das sei natürlich sehr wichtig, um Handlungssicherheit zu erlangen. „Auch deshalb werden zum Beispiel Feueralarm- und Evakuierungsübungen durchgeführt.“ Ebenso bedeutend sei jedoch, wie man möglichen Schaden von vornherein abwenden könne. Was also ist technisch, baulich, organisatorisch oder personell nötig, um Notfälle zu verhindern? Bei manchen Themen könne und sollte man auch (externe) Fachleute zurate ziehen, etwa den betriebsärztlichen Dienst, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, die Polizei und die Feuerwehr. „Aber unterschätzen Sie auch nicht das Wissen eines Hausmeisters!“, sagt die Expertin der Unfallkasse. „Hausmeister können Ihnen direkt sagen, wo der Haupthahn zum Absperren von Wasser und Gas ist und wo sich der Hauptsicherungskasten befindet.“ Selbstverständlich gehört zu einem vollständigen Notfallmanagement auch, wie eine erlebte Notfallsituation im Nachgang aufgearbeitet wird. Diesen Dreiklang aus „Davor, Darin und Danach“ fasst man unter den Fachbegriffen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention zusammen. Dazu sagt Jessica Rehse: „Ob psychologi-sche Unterstützung für Betroffene, Gespräche, Anpassung des Konzepts an das Erlebte oder auch nur die Unfallanzeige – all das gehört dazu. Nicht zuletzt aus Gründen der Fürsorge.“</p>



<div style="height:59px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-gruen"> </p>
<h2 style="text-align: center;">Weitere Informationen</h2>
<p>Einen Notfallordner bietet beispielsweise die Unfallkasse NRW an, auch die Unfallkasse Berlin hat eine Broschüre im Angebot. Kitas in Thüringen können eine Broschüre beim Bildungsministerium anfordern. Die Bezugsadressen finden Sie unter:<br />
<a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/notfallmanagement/">www.kinderkinder.dguv.de/notfallmanagement</a></p>
<p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>„So – er lebt jetzt wieder!“</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/so-er-lebt-jetzt-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 08:44:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Druckverband]]></category>
		<category><![CDATA[Erste Hilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Notfallmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederbelebung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Das ist so eklig.“ Janine verzieht das Gesicht, als sie die Plastikhandschuhe überstreift. Mit Einmalhandschuhen Kinder wickeln – für die Erzieherin kein Problem. „Die haben die richtige Größe und bestehen aus einem anderen Material“, sagt Janine. Aber die Vinylhandschuhe in Standardgröße aus dem Verbandkasten? Die sind zu groß, fühlen sich seltsam an und richtig greifen &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/so-er-lebt-jetzt-wieder/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„„So – er lebt jetzt wieder!““ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Der Kurs beinhaltet Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erwachsenen und bei Kindern<br />
_Der Fokus liegt auf realistischen Kita-Szenarien<br />
_Die Fachkräfte erhalten alltagstaugliche Tipps  </p>
<p></div>



<p>„Das ist so eklig.“ Janine verzieht das Gesicht, als sie die Plastikhandschuhe überstreift. Mit Einmalhandschuhen Kinder wickeln – für die Erzieherin kein Problem. „Die haben die richtige Größe und bestehen aus einem anderen Material“, sagt Janine. Aber die Vinylhandschuhe in Standardgröße aus dem Verbandkasten? Die sind zu groß, fühlen sich seltsam an und richtig greifen kann sie damit auch nicht. Und jetzt soll sie damit auch noch einen Verband anlegen. Denn das ist die erste Aufgabe, die DRK-Ausbilderin Esther Stoffregen den 16 Teilnehmenden im Kurs „Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder“ stellt: Blutungen stoppen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Druckverbände anlegen will geübt sein</h2>



<p>Zwölf pädagogische Fachkräfte haben in Fuldatal beim Kurs in der Kita Weddel ein Heimspiel, vier sind in der benachbarten Kita Hummelnest tätig. Da finden sich die Teams für die Gruppenarbeiten schnell zusammen. Alle simulieren nun eine blutende Verletzung an verschiedenen Körperpartien. Auch vier stark blutende Wunden sind dabei, fiktive versteht sich. Die kleine Wunde an der Nase ist schnell versorgt. „Es geht mir schon viel besser“, lacht Anett, der nun ein kleines Pflaster quer über der Nase klebt. Die Stimmung ist gut, Berührungsängste gibt’s im eingespielten Team keine. Die Fachkräfte sind eifrig dabei, Pflaster zu kleben und Mullbinden um Köpfe, Arme, Beine, Schultern und Hüften zu wickeln.&nbsp;</p>



<p>Als alle fertig sind, folgt die Bestandsaufnahme. „Ich mag es nicht, wenn jemand in meinem Kurs Gliedmaßen verliert oder bewusstlos wird“, scherzt Esther Stoffregen und deutet auf den Druckverband an Fahimas Arm. Der ist zwar nicht schief, aber deutlich zu fest gewickelt und schnürt ihr so die Blutzufuhr ab. „Wenn es stark blutet, muss eine Ader beschädigt sein“, führt Stoffregen aus. Dann gibt die Rotkreuzdozentin ein einleuchtendes Beispiel: „Ist an einem Strohhalm seitlich ein Loch, kann ich daraus nicht mehr trinken. Erst dann wieder, wenn ich das Loch mit einem Finger abdecke. Aber ich darf den Strohhalm dabei nicht zusammenpressen, sonst kommt auch nichts mehr durch.“ Wie an Fahimas Arm, der nun wieder vom Druckverband befreit ist. Faustregel für alle Verbände: Man muss noch einen Finger darunterschieben können, dann ist er nicht zu fest.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn sich Didaktik und Humor ergänzen</h2>



<p>Einen Verband nach dem anderen begutachtet Esther Stoffregen, gibt dabei Tipps: „Verletzte mit starken Blutungen sollten liegen und der betroffene Körperteil über Herzhöhe hochlagern.“ Dann zeigt sie auf Susanne, deren Leistenverletzung ihre Kolleginnen mit einem Druckverband im Hüftbereich behandelt haben: „Dich hat man sogar stehen lassen.“ Die Runde lacht. Didaktik und Humor harmonieren eben prima. Didaktik und Praxisbeispiele ebenfalls. Und deshalb macht Esther Stoffregen vor, wie es einfach und richtig geht: ein Kopfverband für Lukas und ein Druckverband am Arm für Susanne. Abschließend noch ein Fingerkuppenpflaster für Fahima und ein Katzengesicht draufgemalt – den kleinen Kniff kann schließlich jede pädagogische Fachkraft im Kita-Alltag gut gebrauchen.</p>



<p>„Behaltet im Hinterkopf, dass ihr keine Verbände macht, um an Wettbewerben teilzunehmen“, fasst Stoffregen zusammen. Noch nie sei ein Rettungsdienst am Unfallort eingetroffen und habe die Schönheit eines Verbands gelobt. Der müsse nur drei wesentliche Bedingungen erfüllen: „Die Wunde muss steril abgedeckt sein. Der Verband muss halten. Niemand darf dadurch stranguliert werden.“ Diese drei Kriterien haben die Teilnehmenden unisono erfüllt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wiederbelebung mit Besonderheiten</h2>



<p>Der Kurs ist eine Mischung aus Erste-Hilfe-Maßnahmen für Erwachsene und für Kinder. Die Fachkräfte üben miteinander, was im Umgang mit Bewusstlosen zu tun ist: Ansprechen, Kopf überstrecken, Atmung überprüfen und – sofern normale Atmung vorliegt – die Person in die stabile Seitenlage bringen. Sie trainieren an einer Reanimationspuppe, wie sie eine Wiederbelebung durchführen, wenn eine Person nicht mehr normal atmet: 30-mal Herzdruckmassage (Tipp: Bei den gängigen Musikanbietern gibt es Playlists mit Songs für den richtigen Rhythmus) und zweimal Beatmung – so lange, bis der Rettungsdienst eintrifft und übernimmt. Sie lernen an einem Übungsgerät, wie sie einen Defibrillator richtig einsetzen.</p>



<p>So weit, so normal. Das Besondere am Kurs für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sind die Übungen mit Puppe „Junior“, die ein Kind im Vorschulalter darstellt, und mit einer Puppe im Babyalter. Der Unterschied zu Erwachsenen, die reanimiert werden müssen: „Bei Kindern sind es fast immer Probleme der Atemwege und nicht des Herzens“, erklärt Esther Stoffregen. „Deshalb fangen wir immer mit fünf Beatmungen an. Das kann einen Atemreflex auslösen, sodass das Kind wieder atmet.“ Ist das nicht der Fall, geht es im bekannten Rhythmus von 30 Herzdruckmassagen und zwei Beatmungen weiter.</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img decoding="async" width="200" height="300" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-200x300.jpg" alt="" class="wp-image-7970" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-200x300.jpg 200w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-1440x2162.jpg 1440w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-768x1153.jpg 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-1023x1536.jpg 1023w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-1364x2048.jpg 1364w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-250x375.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-1392x2090.jpg 1392w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-245x368.jpg 245w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-240x360.jpg 240w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-580x871.jpg 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-170x255.jpg 170w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-222x334.jpg 222w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe-201x302.jpg 201w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Reanimation_einer_Puppe.jpg 1660w" sizes="(max-width: 200px) 85vw, 200px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Reanimation der Babypuppe kostete Renita und die anderen Erzieherinnen am meisten Überwindung.</figcaption></figure>



<p>Beim Baby kommen weitere Besonderheiten hinzu: Die Beatmung erfolgt durch Mund und Nase zugleich, der Kopf darf wegen der empfindlichen Luftröhre nicht überstreckt werden und die Herzdruckmassage erfolgt nicht mit zwei Händen (Erwachsene) oder einer Hand (reicht bei kleineren Kindern meist aus, um den nötigen Druck zu erzeugen), sondern nur mit dem ausgestreckten Zeige- und Mittelfinger einer Hand.&nbsp;</p>



<p>Für die 16 Fachkräfte geht es nun an die praktische Umsetzung. „Das merkst du im Handgelenk“, sagt Beate, die gerade „Junior“ wiederbelebt. „Wenn man das zehn Minuten lang machen muss, ist das schon heftig.“ Danach ist Susanne an der Reihe und pflichtet ihrer Kollegin bei: „Das ist echt anstrengend.“ Und nach einigen Durchgängen erklärt sie ihre Mission für erfolgreich beendet: „So – er lebt jetzt wieder!“ Für viele war aber die Reanimation des Babys die größte Herausforderung, auch wenn es sich nur um eine Puppe handelte. „Das hat mich viel Überwindung gekostet“, sagt Nicole. „Die Hemmschwelle war größer als bei den anderen Puppen.“</p>



<figure class="wp-block-image size-medium"><img decoding="async" width="200" height="300" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-200x300.jpg" alt="" class="wp-image-7969" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-200x300.jpg 200w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-1440x2160.jpg 1440w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-768x1152.jpg 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-1024x1536.jpg 1024w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-1365x2048.jpg 1365w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-250x375.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-1392x2088.jpg 1392w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-245x368.jpg 245w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-240x360.jpg 240w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-580x870.jpg 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-170x255.jpg 170w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-223x334.jpg 223w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe-201x302.jpg 201w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2025/10/Frau_Herzmassage_an_Puppe.jpg 1664w" sizes="(max-width: 200px) 85vw, 200px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zehn Minuten Wiederbelebung, bis der Rettungsdienst eintrifft? „Das ist echt anstrengend“, sagt Susanne.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Beim Stichwort „Bügelperle“ stöhnt die Runde auf</h2>



<p>Erste Hilfe in typischen Kita-Szenarien spielt Esther Stoffregen ebenfalls sehr anschaulich mit den Fachkräften durch. Zum Beispiel: Was mache ich, wenn ein Kind einen Fremdkörper in der Nase hat? Als die DRK-Ausbilderin das Stichwort „Bügelperle“ nennt, stöhnt die Runde auf – das haben einige offensichtlich schon erlebt. „Nicht schnäuzen lassen!“, unterstreicht Esther Stoffregen. Denn Kinder würden vorher reflexartig tief durch die Nase einatmen. Dabei könne es passieren, dass die Bügelperle noch tiefer eindringe. Also: Ruhig bleiben und die Eltern anrufen. Denn die Situation sei nicht akut gefährlich und es sei Aufgabe der Eltern, den Fremdkörper aus der Nase zu bekommen – und sei es beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt. „Wenn die Eltern nicht greifbar sind, muss jemand von euch den Rettungsdienst rufen und gegebenenfalls mit dem Kind ins Krankenhaus“, beschreibt Stoffregen das richtige Vorgehen.</p>



<p>Der Kurs deckt darüber hinaus eine breite Palette an Themen ab, die die pädagogischen Fachkräfte beschäftigen: Wie gehe ich mit Fremdkörpern in Augen und&nbsp;&nbsp;Wunden um, wie mit Insektenstichen, wie mit Gelenk- und Knochenverletzungen? Aber auch: Welche Maßnahmen muss ich bei Verbrennungen und Verbrühungen ergreifen, bei einem Sonnenstich, bei einer Unterkühlung oder wenn ein Kind einen Gegenstand verschluckt hat? Die Antwort auf die Frage nach dem richtigen Verhalten bei einem Fieberkrampf fällt der Gruppe recht leicht. Denn Fieberkrämpfe ähneln epileptischen Anfällen – und in der Kita Weddel betreuen sie ein Kind mit Epilepsie, sie kennen sich also auch mit Notfallmedikation aus. „Bei einem Fieberkrampf sollte man das Kind nicht anfassen und es auskrampfen lassen“, sagt Lukas. Esther Stoffregen pflichtet dem Erzieher bei und ergänzt: „Wenn ihr es festhaltet, lauft ihr Gefahr, ihm den Arm zu brechen.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bei Bauchverletzungen ist Eile geboten</h2>



<p>Heikel wird es bei Verletzungen im Bauchraum. „Die können wir ja nicht sehen. Ich würde sofort den Rettungsdienst rufen“, sagt Anett. Die Kursleiterin gibt ihr recht: „Und wenn ihr es nicht gesehen habt und ein anderes Kind erzählt, Jonathan habe Hannes in den Bauch getreten, müsst ihr aus der Situation erschließen, wie ernst es ist.“ Dann schärft sie den Teilnehmenden ein: „Besteht der Verdacht auf eine Bauchverletzung, muss es schnell gehen. Bei einem Milzriss kann man in wenigen Minuten verbluten.“ Die Hemmschwelle, den Rettungsdienst zu rufen, möge zwar hoch sein. „Aber wir spielen nicht mit dem Leben unserer Kinder.“</p>



<p>Esther Stoffregen freut sich darauf, die Fachkräfte zur nächsten Auffrischung in zwei Jahren wiederzusehen: „Ich hoffe ehrlich gesagt, dass ihr das Erlernte bis dahin nicht im Ernstfall anwenden müsst. Außer vielleicht das Fingerkuppenpflaster mit der Katze.“ Die Gruppe lacht – und verlässt die Kita in dem guten Gefühl, im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.</p>



<p></p>



<div style="height:71px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-orange"> </p>
<h2 style="text-align: center;">Kostenübernahme</h2>
<p>Die Kostenübernahme für die „Erste-Hilfe-Schulung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder“ ist bundesland-spezifisch geregelt und muss in der Regel im Vorfeld beim zuständigen Unfallversicherungsträger beantragt werden. Detaillierte Infos finden<br />
Sie hier:<br />
<a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/kosten/">www.kinderkinder.dguv.de/kosten</a></p>
<p></div>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vorbereitet auf das, was hoffentlich nie eintritt</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/vorbereitet-auf-das-was-hoffentlich-nie-eintritt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 08:44:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Notfall]]></category>
		<category><![CDATA[Notfallmanagement]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=7973</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zu Beginn eine ganz grundsätzliche Frage: Was ist ein Notfall, worauf sollten sich Kitas einstellen und wie sollten sie entsprechend vorsorgen? Ganz allgemein gesprochen ist ein Notfall ein unvorhergesehenes Ereignis, bei dem Menschen, Sachen oder auch Tiere zu Schaden kommen können und man deshalb schnell handeln muss. Das beginnt bei Verletzungen, reicht über Gewaltsituationen bis &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/vorbereitet-auf-das-was-hoffentlich-nie-eintritt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Vorbereitet auf das, was hoffentlich nie eintritt“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Zu Beginn eine ganz grundsätzliche Frage: Was ist ein Notfall, worauf sollten sich Kitas einstellen und wie sollten sie entsprechend vorsorgen?</h3>



<p>Ganz allgemein gesprochen ist ein Notfall ein unvorhergesehenes Ereignis, bei dem Menschen, Sachen oder auch Tiere zu Schaden kommen können und man deshalb schnell handeln muss. Das beginnt bei Verletzungen, reicht über Gewaltsituationen bis hin zu Bränden oder Großschadensereignissen innerhalb und außerhalb der Kita. Das wiederum könnten eine Überschwemmung oder ein Stromausfall sein. Die Liste ist lang. Der Träger ist verpflichtet, ein Notfallmanagement zu implementieren. Das heißt, Einrichtungen müssen sich konkret überlegen, was im Falle eines Falles zu tun ist.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das gilt für alle Kitas, ganz gleich in welcher Trägerschaft?</h3>



<p>Ja. Die Trägerlandschaft in Deutschland ist sehr bunt mit beispielsweise kommunalen Trägern, kirchlichen, die der freien Wohlfahrtspflege und Elternvereinen. Aber völlig unabhängig vom Träger: Ein Notfallmanagement muss vorhanden sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sind die Einrichtungen damit nicht überfordert?</h3>



<p>Sie können sich anhand von Vorlagen recht gut damit befassen. In Thüringen gibt es etwa den Notfallkalender, eine Handreichung sowie die Broschüre „Erste Hilfe am Kind“, die jeder Einrichtung zur Verfügung stehen. Auch andere Bundesländer haben ähnliche Angebote. Daran können sich Kitas orientieren und sie an ihre eigenen Rahmenbedingungen anpassen. Ohnehin sind die Einrichtungen – vielmehr auch hier wieder: die Träger – verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen vorzunehmen und anhand dieser solche etwaigen Notfallszenarien zu beurteilen.</p>



<p>Bei Fragen, die trotzdem unklar bleiben, unterstützen etwa die Fachaufsicht, Polizei, Feuerwehr, Fachkraft für Arbeitssicherheit, betriebsärztliche Dienste und Unfallkassen. In Thüringen gibt es zum Beispiel Checklisten zu Gefährdungsbeurteilungen in Kitas, andere Unfallkassen haben ähnliche Angebote. Für die Qualifikation und die Unterweisung der Beschäftigten ist im Übrigen ebenfalls der Träger verantwortlich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Beschäftigten müssen zum Notfallmanagement unterwiesen werden?</h3>



<p>Ja! Auf jeden Fall zu besonderen Aspekten des Notfallmanagements, zum Beispiel dem Verhalten im Brandfall. Und hier genügt auch keine theoretische Unterweisung, sondern es gilt, eine Evakuierungsübung durchzuführen, also den „Probealarm“ durchzuspielen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wann ist es Zeit, die angepassten Notfallpläne erneut anzupacken? Genügt es, die Angaben bei Bedarf zu aktualisieren?</h3>



<p>Nein, es sollte einen regelmäßigen Turnus geben, in dem alles auf Aktualität und Sinnhaftigkeit überprüft wird. Vor allem müssen die Angaben immer dann aktualisiert werden, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern, etwa die Konzeption, die Raumaufteilung, oder bauliche Veränderungen erfolgten. Gerade wenn Kleinkinder auf-genommen werden, sind größere Anpassungen und Ergänzungen der Pläne notwendig: Wie evakuiert man die Jüngsten? Das alles ist vorab zu berücksichtigen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gibt es bei Notfällen besondere Informationspflichten, denen die Kitaleitung nachkommen muss?</h3>



<p>Wenn ein Kind so zu Schaden gekommen ist, dass eine medizinische Behandlung notwendig wurde, ist der zuständige gesetzliche Unfallversicherungsträger zu informieren – bestenfalls innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis. Bei Beschäftigten ist ein Unfall mit mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit anzuzeigen. Sehr schwere oder gar tödliche Unfälle sind unmittelbar zu melden. Darüber hinaus gibt es Fälle, in denen etwa das Jugendamt, die Polizei oder die Fachaufsicht zu unterrichten sind. Diese Informationen weiterzugeben, ist Aufgabe des Trägers, der in der Regel aber nicht vor Ort ist. In der Praxis koordiniert also die Kitaleitung die erforderlichen Maßnahmen in enger Absprache mit dem Träger und dem Team. Sollte die Leitung allerdings nicht greifbar sein, müssen die Fachkräfte trotzdem wissen, was zu tun ist. Auch die transparente und sachliche Kommunikation in Richtung Elternschaft ist ganz wichtig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie geht es in der Regel nach einem Notfall weiter?</h3>



<p>Das lässt sich pauschal nicht beantworten, es kommt auf den Einzelfall an. Wenn Fachkräfte oder Kinder ein schlimmes Ereignis miterleben, kann sie das allerdings aus der Bahn werfen und seelisch sehr belasten. Einige Unfallkassen bieten deshalb eine telefonisch-psychologische Beratung an, meist gibt es innerhalb weniger Tage bereits einen ersten Termin. Bevor man eine vergleichbare Beratung bei einer Therapeutin oder einem Therapeuten vor Ort bekommt, können mitunter Wochen oder gar Monate vergehen. Es lohnt sich also – am besten, bevor ein Notfall eintritt –, beim zuständigen Unfallversicherungsträger nachzufragen, ob es dort ein solches Angebot gibt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist Ihre Kernbotschaft an die Einrichtungen?</h3>



<p>Es ist wichtig, sich ernsthaft auf Notfälle vorzubereiten, bevor sie eintreten – etwa durch Gefährdungsbeurteilungen und regelmäßige Unterweisungen oder Übungen. Es gibt zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten, die man nutzen kann und sollte. Die Informationen sind stets aktuell zu halten. Das hat einen entscheidenden positiven Nebeneffekt: Jedes Mal, wenn sich das Team mit diesen Themen beschäftigt, erlangt es mehr Sicherheit und wird handlungsfähiger, falls der Notfall tatsächlich eintritt. Was hoffentlich nicht passieren wird.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Die Fragen stellte Stefanie Richter.</em></p>



<div style="height:57px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<div class="box-infos-blau"></p>
<h2 style="text-align: center;">TIPP</h2>
<p>Kostenloses Material für Kitas zur Erstellung von Notfallplänen finden Sie <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/echt-praktisch-04-2025/">hier</a>. Es muss aber immer an die jeweilige Einrichtung angepasst werden.</p>
<p></div>



<p></p>
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		<item>
		<title>Was Sie für Ihr Notfallmanagement brauchen</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/notfallmanagement/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2025 09:26:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[04/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Notfall]]></category>
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		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Speziell für Kitas gibt es Bei der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen einen dreiteiligen Notfallordner. Auf dieser Grundlage können (und sollen!) Träger und Führungskräfte das Notfallmanagement spezifisch für die eigene Einrichtung anpassen. Gleichzeitig kommen sie damit ihrer gesetzlichen Pflicht zur Implementierung eines Notfallmanagements nach. Das Material liegt ausschließlich digital als offenes Word-Dokument vor. https://www.sichere-kita.de/leitung/organisation/notfallmanagement Die Unfallkasse Thüringen hat &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/notfallmanagement/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Was Sie für Ihr Notfallmanagement brauchen“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Speziell für Kitas gibt es Bei der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen einen dreiteiligen Notfallordner. Auf dieser Grundlage können (und sollen!) Träger und Führungskräfte das Notfallmanagement spezifisch für die eigene Einrichtung anpassen. Gleichzeitig kommen sie damit ihrer gesetzlichen Pflicht zur Implementierung eines Notfallmanagements nach. Das Material liegt ausschließlich digital als offenes Word-Dokument vor.</p>



<p><a href="https://www.sichere-kita.de/leitung/organisation/notfallmanagement" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.sichere-kita.de/leitung/organisation/notfallmanagement</a></p>



<p>Die Unfallkasse Thüringen hat zusammen mit anderen Akteuren eine Registerbroschüre zu Notfällen erarbeitet, die jede Kindertageseinrichtung in Thüringen bereits erhalten haben sollte. Ist das nicht der Fall, kann sie bei der Unfallkasse Thüringen bzw. dem Thüringischen Bildungsministerium angefordert werden. <strong>Die Broschüre ist ausschließlich für Einrichtungen in Thüringen erhältlich.</strong><br>Mehr Informationen unter: <a href="https://bildung.thueringen.de/bildung/kindergarten/empfehlungen/notfallmanagement" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://bildung.thueringen.de/bildung/kindergarten/empfehlungen/notfallmanagement</a></p>



<p>Für Kitas in Berlin gibt es eine Broschüre &#8222;Verhalten in Notfällen&#8220;, die jedoch auch für Einrichtungen in anderen Bundesländern hilfreich ist. Zu finden ist sie als PDF-Download im Abschnitt &#8222;Erste Hilfe und Notfälle&#8220; auf der Webseite der Unfallkasse Berlin: <a href="https://www.unfallkasse-berlin.de/sicherheit-und-gesundheitsschutz/kindertagesstaetten/broschueren-und-faltblaetter" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.unfallkasse-berlin.de/sicherheit-und-gesundheitsschutz/kindertagesstaetten/broschueren-und-faltblaetter</a></p>



<p>Informationen der Unfallkasse Sachsen zu dem Thema gibt es unter: <br><a href="https://www.uksachsen.de/sicherheit-gesundheit/notfallmanagement" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.uksachsen.de/sicherheit-gesundheit/notfallmanagement</a><br></p>



<p>Die Unfallkasse Hessen hat unter dem Suchbegriff &#8222;Notfallplan&#8220; eine ganze Reihe von Informationsblättern im Angebot, die spezielle medizinische Notfälle in den Fokus nehmen, etwa Asthma und Epilepsie. <a href="https://www.ukh.de/medien" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.ukh.de/medien</a></p>



<p></p>
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		<title>Es wird nicht nur wärmer</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/es-wird-nicht-nur-waermer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:39:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Hitze]]></category>
		<category><![CDATA[Klimafolgen]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[mentale Gesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Klimawandel ist längst Realität – einige Folgen sind deutlich sicht- und spürbar: Die Sommer sind heißer, Extremwetterlagen nehmen zu, Allergiegeplagte stöhnen schon im Januar, denn die Pollensaison beginnt früher und dauert länger. Andere Auswirkungen sind weniger offensicht-lich. So nehmen die Luftschadstoffe (etwa bodennahes Ozon) zu und wir bekommen es zunehmend mit für unsere Breiten &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/es-wird-nicht-nur-waermer/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Es wird nicht nur wärmer“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Auch Kitas müssen sich den Herausforderungen stellen, die der Klimawandel mit sich bringt</p>
<p>_Technische und organisatorische Maßnahmen können Belastungen durch Hitze reduzieren</p>
<p>_Mentale Gesundheit stärken: Wir sind nicht hilflos!</p>
<p></div>



<p>Der Klimawandel ist längst Realität – einige Folgen sind deutlich sicht- und spürbar: Die Sommer sind heißer, Extremwetterlagen nehmen zu, Allergiegeplagte stöhnen schon im Januar, denn die Pollensaison beginnt früher und dauert länger. Andere Auswirkungen sind weniger offensicht-lich. So nehmen die Luftschadstoffe (etwa bodennahes Ozon) zu und wir bekommen es zunehmend mit für unsere Breiten ungewohnten Krankheiten zu tun, die durch Mücken oder andere Tiere hervorgerufen werden. Dies sind Herausforderungen, denen sich auch Kitas stellen müssen. </p>



<p>Quasi symbolisch für den Klimawandel steht für den Präventionsexperten der Unfallkasse Nord, Thorsten Vent, die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Dieser kleine, unauffällig braune Falter liebt eigentlich wärmere Gefilde, kommt nun aber auch in Norddeutschland vor. Problematisch sind weniger die Falter – die Raupen allerdings sind mit feinsten, giftigen Härchen besetzt, die schwere allergische Reaktionen auslösen können. „Wenn die Raupen in Eichen auf einem Kitagelände sitzen, dürfen die Kinder nicht nach draußen, bevor die Tiere restlos entfernt sind“, klärt Thorsten Vent über die Konsequenzen auf. „Die Nester müssen von speziell ausgebildeten Fachleuten komplett entfernt werden, meistens geschieht das mit einem Spezialsauger.“ Problematisch ist, dass sich die Haare in einem großen Umkreis um das Gespinst befinden können und auch noch monate- bis jahrelang eine potenzielle Gefahrenquelle darstellen. In den südlichen Bundesländern, wo man schon seit einigen Jahren Erfahrung mit den Tieren hat, setzt man eshalb vermehrt auf Prävention: Eichen werden mit einem biologischen Insektenbekämpfungsmittel behandelt, das gezielt die Eier und Raupen bekämpft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Allergien, neue Krankheiten, Hitze</h2>



<p>Nicht nur Raupenhaare sind problematisch. Dr. Julia Schoierer ist Medizinpädagogin am Klinikum der LMU in München und der Agentur ecolo in Bremen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Folgen des Klimawandels auf verschiedene Personengruppen. Sie macht deutlich: „Die gesamte Allergiesaison hat sich verlängert, außerdem breiten sich Pflanzenarten wie Ambrosia aus, die ein extrem hohes Allergiepotenzial haben. Wir beobachten auch bereits im Januar, Februar erste durch Zecken hervorgerufene FSME-Fälle, sogar im Norden Deutschlands.“ Auch hier verschieben sich die Verbreitungsgebiete. Sie warnt: „Wir müssen sogar damit rechnen, dass mittelfristig Krankheiten wie das Denguefieber deutlich zunehmen werden.“ Der Erreger des Denguefiebers wird durch Mücken übertragen. </p>



<p>Das derzeit drängendste Problem für Kitas sieht die Expertin allerdings in der zunehmenden Hitze. „Das betrifft sowohl die Kinder als auch die Beschäftigten – wobei natürlich Kinder deutlich vulnerabler sind.“ Vulnerabler, also verletzlicher und empfindlicher gegenüber starker Hitze sind Kinder, weil unter anderem ihre Temperaturregulation noch nicht so gut funktioniert wie die von Erwachsenen (siehe KinderKinder 2/24). Hitzeschutzkonzepte sind deshalb unerlässlich – und gleichzeitig schwierig umzusetzen, da wenig Spielraum besteht, was die Verschiebung von Aktivitäten in weniger heiße Tageszeiten angeht. Man kann den Kindern das Toben um die Mittagszeit kaum verbieten. „Aber man kann beispielsweise in einen Park mit großem Baumbestand ausweichen, also ins Grüne gehen, und den kühlen Schatten abseits von größeren Straßen aufsuchen“, schlägt Dr. Schoierer vor. Und selbstverständlich sind Kitaträger gefordert, mit technischen und organisatorischen Maßnahmen Hitzebelastungen vorzubeugen. Als Grundlage dafür sollte eine Gefährdungsbeurteilung herangezogen werden und die Kitas sollten Hitzeschutzkonzepte erstellen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mentale Gesundheit nicht außer Acht lassen</h2>



<p>Neben all den sicht- und spürbaren Risiken durch die Folgen der zunehmenden Erderwärmung bringt die Medizinpädagogin einen weiteren Aspekt ins Gespräch: „Wir übersehen häufig, dass wir auch die mentale Gesundheit der Kinder im Blick behalten müssen.“ Tatsächlich gibt es inzwischen das Phänomen der „Klimaangst“. „Manche Kinder haben bereits Überschwemmungen erlebt oder zumindest davon gehört. Viele kennen heftige, ja extreme Wetterlagen. Das kann durchaus traumatisieren“, erklärt Julia Schoierer. „Aber es gibt auch eine diffuse Unsicherheit oder Angst, dass den Erwachsenen die Kontrolle entgleitet. Das kann sich an Fragen zeigen, ob bald alle Eisbären sterben müssen.“ </p>



<p>Deshalb sei es wichtig, dass Erwachsene darauf achten, wie sie mit Kindern über die Klimakrise sprechen und wie sie das Thema einordnen. Es mache einen Unterschied, ob eine Erzieherin ein Katastrophenszenario zeichne oder aber dem Ohnmachtsgefühl, das durchaus zulässig sei, Zuversicht entgegensetze: „Ja, es wird sich etwas verändern, aber wir können uns anpassen und wir sind nicht hilflos.“ Deutlich könne das in der Kita etwa durch Projekte und Aktionen werden, die konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen – zur Klimaanpassung, aber auch zum Klimaschutz. Und die sind vielfältig: Müll vermeiden, Upcyclingprojekte, Blühwiesen für Insekten einrichten – oder aber auch organisatorisch-konzeptionell, indem etwa Speisepläne, Energieverbrauch und der Umgang mit Ressourcen genauer unter die Lupe genommen werden. „Kitas können auch Fahrradständer aufstellen und Familien so ermutigen, sich mit dem Rad auf den Weg zur Kita zu machen. Oder bei Kitafesten auf Einmal-Geschirr verzichten.“</p>
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		<title>Nachhaltigkeit als Herzensangelegenheit</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/nachhaltigkeit-als-herzensangelegenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 06:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ökologische Bildung betrachtet die städtische inklusive Kita Steinbüchel nicht nur als eine Pflichtaufgabe, die im Bildungsplan Nordrhein-Westfalen steht. „Ich habe ein offenes und begeisterungsfähiges Team, für dieses Thema war keine Überredungskunst nötig“, sagt Kitaleiterin Simone Kerz. Zunächst beschäftigte sich in der Kita nur eine Gruppe mit Artenvielfalt, dann bauten alle drei Gruppen zusammen ein Insektenhotel. &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/nachhaltigkeit-als-herzensangelegenheit/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Nachhaltigkeit als Herzensangelegenheit“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Kleine Projekte können in großen Erfolgen münden </p>
<p>_Leitung und Träger schaffen Rahmenbedingungen für Team- und Organisationsentwicklung</p>
<p>_Kita geht beim Thema Energiesparen mit gutem Beispiel voran</p>
<p></div>



<p>Ökologische Bildung betrachtet die städtische inklusive Kita Steinbüchel nicht nur als eine Pflichtaufgabe, die im Bildungsplan Nordrhein-Westfalen steht. „Ich habe ein offenes und begeisterungsfähiges Team, für dieses Thema war keine Überredungskunst nötig“, sagt Kitaleiterin Simone Kerz.<br><br>Zunächst beschäftigte sich in der Kita nur eine Gruppe mit Artenvielfalt, dann bauten alle drei Gruppen zusammen ein Insektenhotel. Zunächst war nur eine gesunde Woche geplant, dann wurde daraus ein halbes Jahr. Zwei Beispiele, die zeigen: Aus kleinen Projekten kann Großes entstehen. Das Insektenhotel gibt es immer noch, dazu kommen zwei Wildblumenwiesen, Kräuterbeete, ein Kirschbaum, Johannisbeersträucher, ein Vogelhäuschen und ein Futterhäuschen für Eichhörnchen. Und für die gesunde Ernährung beliefern inzwischen ein Caterer sowie ein Gemüsehof die Einrichtung in Meckenheim bei Bonn mit nachhaltigen, regionalen und saisonalen Produkten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erst Flut, dann Waldbrandgefahr</h2>



<p>Die Folgen des Klimawandels schärften noch einmal die Sinne. Da war die Flutkatastrophe im Jahr 2021. Die Ahr fließt nicht weit entfernt, in Meckenheim selbst überschwemmte die Swist Teile des Stadtgebiets.&nbsp;&nbsp;Da war der nahe gelegene Wald, bei dem sich die Auswirkungen des Klimawandels durch Sturm und auch die zerstörerische Kraft des Borkenkäfers zeigten. Der Wald war dadurch mehrere Wochen gesperrt. Keine Ausflüge mehr dorthin, dafür enttäuschte, aber auch neugierige und fragende Kinder.</p>



<p>Das Thema wurde mehr und mehr zur Herzensangelegenheit. „Wir haben überlegt, was wir im Kleinen zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können“, sagt Simone Kerz. An Konzeptionstagen setzte sich das Kitateam damit auseinander, beschäftigte sich mit dem eigenen ökologischen Fußabdruck und pädagogischen Ansätzen. Eine Reihe von Fachkräften hat sich dazu fortbilden lassen. „Mittlerweile ist der Punkt ‚Nachhaltigkeit und Klimaschutz‘ ein fester Bestandteil jeder Teamsitzung“, unterstreicht die Kitaleiterin.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kita orientiert sich an BNE-Konzept</h2>



<p>Sichtbar wird der Schwerpunkt auch in der Außendarstellung: Die Kita Steinbüchel ist als „KlimaKita.NRW“ und „nachhaltige Kita“ zertifiziert. Bei der pädagogischen Arbeit orientieren sich die Fachkräfte am Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), das die Zusammenhänge von ökonomischen, sozialen und ökologischen Fragen beleuchtet. „Mir gefällt daran, dass es uns hilft, globale Themen lokal aufzubereiten“, erklärt Simone Kerz. „BNE ist darauf ausgerichtet, dass Kinder selbst aktiv werden.“</p>



<p>Bei den Jahresthemen wird das deutlich. Die Kita Steinbüchel widmet sich im Laufe des Kitajahres einem übergeordneten Schwerpunkt. „Konsum“ war bereits an der Reihe, die Kinder machten im „Repair Café“ kaputte Spielzeuge wieder flott, stellten Taschen aus alten Klamotten her oder hübschten eigentlich ausgediente T-Shirts mit der Batik-Färbetechnik auf. Jetzt dreht sich alles um „Energie“. Die Kinder bastelten schon kleine Windräder und ließen einen Solarzeppelin schweben. Sie identifizierten die „Stromfresser“ in der Kita und fragten: Muss das wirklich alles angeschlossen sein?</p>



<p>Über die Fragen der Kinder gelangt das Thema Nachhaltigkeit praktisch nebenbei in die Elternhäuser. Beim Müllsammeln während des „Cleanup-Days“ wollten die Kinder von den Erzieherinnen wissen, warum die Leute so viel wegwerfen. Beim Abholen fragte ein Mädchen dann ihre Mutter: „Mama, warum kaufst du Paprika in Plastikfolie?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Energieeffizienz und Ressourcenschonung</h2>



<p>Die pädagogische Seite ist das eine, die technisch-organisatorische das andere. Denn die Kita Steinbüchel und die Stadt Meckenheim als Träger gehen mit gutem Beispiel voran, sparen Energie und Ressourcen:</p>



<div style="height:7px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Der neue Wärmepumpentrockner ist besonders energieeffizient.</li>



<li>Die Lampen werden nach und nach durch LED-Leuchten ersetzt.</li>



<li>Die Wasserhähne in den Gruppenküchen funktionieren über Sensoren.</li>



<li>Das Team verwendet aufladbare Akkus statt Batterien.</li>



<li>Vorbereitetes Obst und Gemüse wird nicht mehr mit Frischhaltefolie abgedeckt, sondern mit wiederverwendbaren Bienenwachstüchern oder angefeuchteten Papiertüchern.</li>



<li>In die Jahre gekommene Spiel- und Spielplatzgeräte aus Naturmaterialien sollen im Sinne der Ressourcenschonung erhalten bleiben. Eltern und Kinder halfen zuletzt dabei mit, sie abzuschleifen und zu lasieren.</li>



<li>Transportwege, Herstellungsbedingungen sowie Materialien werden bei Anschaffungen kritisch hinterfragt.</li>
</ul>



<p>Simone Kerz rät Einrichtungen, die beim Thema Nachhaltigkeit noch am Anfang stehen: „Macht euch einfach auf den Weg. Meistens bekommt man mehr hin, als man denkt.“ Angst vor Mehrarbeit solle man ablegen. „Wenn die Projekte erst einmal gestartet sind, sind das Selbstläufer, weil die Kinder sich mit eigenen Ideen einbringen. Uns hat das nicht belastet, sondern bereichert.“</p>
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		<item>
		<title>Wild und gewagt spielen</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/wild-und-gewagt-spielen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 10:56:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[02/2025]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Risky Play]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kinderkinder.dguv.de/?p=7405</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wass genau ist Risky Play, das auch mit „wildem und gewagtem Spiel“ übersetzt wird? Welche Vorteile bietet es für die kindliche Entwicklung, und wie können Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen Möglichkeiten für dieses Spiel schaffen, ohne dabei die Sicherheit der Kinder aus dem Blick zu verlieren? Was ist Risky Play? Ganz allgemein kann ein Spiel &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wild-und-gewagt-spielen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wild und gewagt spielen“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2> KURZ GESAGT!</h2>
<p>_Risky Play bedeutet wildes und gewagtes Spiel</p>
<p>_Es ist für die kognitive, motorische und sozio-emotionale Entwicklung der Kinder wichtig<br />
_Riskante Spiele sollten auch in Kitas möglich sein, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind</p>
<p></div>



<p>Wass genau ist Risky Play, das auch mit „wildem und gewagtem Spiel“ übersetzt wird? Welche Vorteile bietet es für die kindliche Entwicklung, und wie können Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen Möglichkeiten für dieses Spiel schaffen, ohne dabei die Sicherheit der Kinder aus dem Blick zu verlieren?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Risky Play?</h2>



<p>Ganz allgemein kann ein Spiel als riskant bezeichnet werden, das von Kindern als spannend und aufregend erlebt wird, bei dem aber auch das Risiko von körperlichen Verletzungen besteht. Dazu gehören zum Beispiel Klettern, schnelles Rennen, Laufrad fahren und Fechten mit Stöcken. Helen Sandseter von der Universität Trondheim, die zu Risky Play forscht, unterscheidet sechs Kategorien solcher Spiele <sup data-fn="ccf4f09d-d5ea-4b4f-9b2c-72fc79934a5b" class="fn"><a href="#ccf4f09d-d5ea-4b4f-9b2c-72fc79934a5b" id="ccf4f09d-d5ea-4b4f-9b2c-72fc79934a5b-link">1</a></sup>: 1. große Höhen, 2. hohe Geschwindigkeit, 3. Umgang mit gefährlichen Werkzeugen, 4. Spiel neben gefährlichen Elementen (Feuer, Wasser), 5. Rauf- und Tobespiele sowie 6. das Spiel in Bereichen, in denen Kinder von Erwachsenen nicht gesehen werden können. Diese Spiele finden vor allem im Freien statt, wenn Kinder sich frei bewegen können, und beinhalten häufig, dass sich Kinder bei ihren Aktivitäten zunehmend an die Grenzen ihres Könnens und des Zutrauens in ihre eigenen Fähigkeiten herantasten. Zum Beispiel schiebt ein Kind ein Laufrad auf einen Hügel und fährt mich hochgehobenen Beinen immer schneller den Hügel herunter. Oder Kinder schaukeln zunächst im Sitzen, um dann ins stehende Schaukeln überzugehen bis hin zum Absprung von der Schaukel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Vorteile hat Risky Play für das Kind?</h2>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Motorische und kognitive Entwicklung:</strong> Beim Klettern, Balancieren oder Springen verbessern Kinder ihre Koordination, Kraft und Beweglichkeit. Zudem lernen sie, Risiken realistisch einzuschätzen und damit Risikokompetenz zu erwerben.</li>



<li><strong>Aufbau von Selbstvertrauen: </strong>Erfolgserlebnisse wie das Bewältigen einer schwierigen Situation stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.</li>



<li><strong>Entwicklung sozialer Kompetenzen:</strong> Besonders in Rauf- und Tobespielen lernen Kinder, mit anderen zu interagieren, Regeln auszuhandeln und Konflikte zu lösen.</li>



<li><strong>Angstbewältigende Wirkung:</strong> Riskante Spiele können Kindern helfen, Ängste abzubauen. Durch wiederholtes Annähern an für sie schwierige Situationen lernen sie, diese zu bewältigen und später auch größere Herausforderungen zu meistern.</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheit und Rahmenbedingungen</h2>



<p>Eine sichere Umgebung und ein Erfahrungsraum, der auch Risky Play zulässt, müssen sich nicht widersprechen. Es ist Aufgabe von Kitaträgern, Leitungen und pädagogischem Personal, Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen Ausgleich zwischen der Sicherheit von Kindern auf der einen Seite und ihren Bedürfnissen nach gewagten Spielaktivitäten auf der anderen Seite ermöglichen. Hier sind folgende Aspekte zu nennen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sichere Umgebung</h3>



<p>Spielplatzgeräte und Spielmaterial sollten so gestaltet sein, dass sie Herausforderungen bieten, ohne unkalkulierbare Gefahren darzustellen. Orientierung bietet hier das Vorschriften- und Regelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Aufsicht durch Fachkräfte</h3>



<p>Erzieherinnen und Erzieher sollten Kinder aufmerksam begleiten und bei Bedarf eingreifen, ohne sie in ihrer Eigenverantwortung einzuschränken. Das erforderliche Maß der konkreten Ausgestaltung der Aufsichtspflicht ist dabei insbesondere von deren Entwicklungsstand sowie der konkreten Situation abhängig. Die Juristen Simon Hundmeyer und Burghard Pimmer-Jüsten führen hierzu aus: „Je nach Situation und Entwicklungsstand kann auch ein gelegentliches, stichprobenartiges Kontrollieren genügen. Je weniger jedoch der Aufsichtspflichtige das Kind kennt, je unzuverlässiger es sich in der Vergangenheit erwiesen hat, je gefährlicher ein Spiel oder eine Situation ist und je wahrscheinlicher es ist, dass Gebote und Verbote missachtet werden, desto beständiger und umfänglicher wird ein Kind überwacht werden müssen.“<sup data-fn="fef35cc5-a488-41c4-9ffa-94d046412485" class="fn"><a href="#fef35cc5-a488-41c4-9ffa-94d046412485" id="fef35cc5-a488-41c4-9ffa-94d046412485-link">2</a></sup><br>Festlegungen treffen</p>



<p>Erzieherinnen und Erzieher legen partizipativ mit den Kindern fest, welche Formen von Risky Play möglich / erlaubt sind, welche Regeln hierfür erforderlich sind (z. B. bei körperbetonten Spielen) und wie hierfür Raum, Zeit und Material zur Verfügung gestellt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommunikation mit Eltern</h3>



<p>Viele Eltern sind skeptisch gegenüber riskanten Spielen. Eine offene Kommunikation über die Vorteile solcher Spiele und die Sicherheitsvorkehrungen der Einrichtung kann Ängste abbauen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit</h3>



<p>Riskante Spiele sind ein wertvoller Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Sie fördern motorische, emotionale und soziale Kompetenzen und bereiten Kinder darauf vor, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen. Indem Kindertageseinrichtungen sichere, aber herausfordernde Umgebungen bieten und Kinder in ihrem Spiel begleiten, tragen sie zu einer ganzheitlichen Entwicklung bei.</p>



<p><em>Arne Schröder, M. A. Kindheits- und Sozialwissenschaften, Aufsichtsperson bei der Kommunalen Unfallversicherung Bayern (KUVB)</em></p>



<div style="height:65px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<ol class="wp-block-footnotes"><li id="ccf4f09d-d5ea-4b4f-9b2c-72fc79934a5b">Sandseter, E. B. H. (2009): „Characteristics of risky play“. In: Journal of Adventure Education and Outdoor Learning, S. 3–5. <a href="#ccf4f09d-d5ea-4b4f-9b2c-72fc79934a5b-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 1 navigieren">↩︎</a></li><li id="fef35cc5-a488-41c4-9ffa-94d046412485">Hundmeyer, S.; Pimmer-Jüsten, B. (2019): Aufsichtspflicht in Kindertageseinrichtungen. Aufsichtsflicht, Haftung und Versicherungsschutz. 10., überarb. Aufl., Köln: Carl Link. <a href="#fef35cc5-a488-41c4-9ffa-94d046412485-link" aria-label="Zur Fußnotenreferenz 2 navigieren">↩︎</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wild-und-gewagt-spielen/">Wild und gewagt spielen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de">KinderKinder</a>.</p>
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