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	<title>03/2023 Archive - KinderKinder</title>
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	<description>Sicherheit &#38; Gesundheit in Kindertageseinrichtungen</description>
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		<title>„Es braucht Fachwissen zur Vielfalt von Elternschaft“</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/es-braucht-fachwissen-zur-vielfalt-von-elternschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:12:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was macht eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern aus? Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist gutes Fachwissen zur heutigen Vielfalt von Elternschaft. Denn es gibt zahlreiche unterschiedliche Familienformen, unterschiedliche Lebenslagen, unterschiedliche Lebenswelten, in denen Kinder aufwachsen. Damit einher geht natürlich eine große Vielfalt, was den Familienalltag der Kinder betrifft, die eine Kita besuchen. Es gibt außerdem &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/es-braucht-fachwissen-zur-vielfalt-von-elternschaft/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„„Es braucht Fachwissen zur Vielfalt von Elternschaft““ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<!-- div class="rechte-spalte"><div class="box-infos-green"></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker.png" alt="Sabine Redecker" class="wp-image-5190" width="282" height="376" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker.png 1128w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-225x300.png 225w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-768x1024.png 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-250x333.png 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-263x351.png 263w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-270x360.png 270w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-580x773.png 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-191x255.png 191w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-238x317.png 238w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Sabine_Redecker-214x285.png 214w" sizes="(max-width: 282px) 85vw, 282px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Matthias Pilch</figcaption></figure>



<p class="has-large-font-size"><sup><sub><strong>Sabine Redecker</strong> ist Multiplikatorin des Konzepts „Die Kinderstube der Demokratie“ und Lehrkraft für besondere Aufgaben an der FH Kiel im Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Gemeinsam mit Prof. Dr. Raingard Knauer und Rüdiger Hansen hat sie im Auftrag des DRK General­sekretariats e. V. Berlin das Thema in einer Fort bildungsreihe im Rahmen des Projekts „Demokratie Leben – Elternpartizipation beim Übergang Kita–Schule“ durchgeführt. </sub></sup><br><sup><sub>Passend dazu der Podcast: <a href="https://www.duvk.de/podcast/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.duvk.de/podcast/</a></sub></sup></p>



<p></div></div -->




<h3 class="wp-block-heading">Was macht eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern aus?</h3>



<p>Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist gutes Fachwissen zur heutigen Vielfalt von Elternschaft. Denn es gibt zahlreiche unterschiedliche Familienformen, unterschiedliche Lebenslagen, unterschiedliche Lebenswelten, in denen Kinder aufwachsen. Damit einher geht natürlich eine große Vielfalt, was den Familienalltag der Kinder betrifft, die eine Kita besuchen. Es gibt außerdem die unterschiedlichsten Erziehungsvorstellungen. Stammt eine Familie etwa ursprünglich aus einer autoritären Gesellschaft, ist für die Eltern eine freiheitliche, demokratische Erziehung zunächst ungewohnt, dann brauchen sie eine Erklärung bezogen auf das Erziehungs- und Bildungsverständnis in der Kita. Für eine gute Zusammenarbeit mit Eltern muss also der jeweilige Hintergrund einer Familie berücksichtigt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Müssen Fachkräfte demnach ihre Konzepte zur Elternkooperation und Erwartungen an die Rolle der Eltern mit der gegebenen Realität abgleichen?</h3>



<p><br>Richtig. Es gibt nicht mehr „die Eltern“. Natürlich darf eine Kita dennoch ganz unabhängig vom Hintergrund der Eltern erwarten, dass diese den Fachkräften zutrauen, zum Wohl des Kindes zu agieren, und dass sie ihre Professionalität anerkennen. Diese Erwartungshaltung müssen Einrichtungen aber auch darstellen und das Ver-trauensverhältnis zwischen den Eltern und den Fachkräften aktiv gestalten. Denn beide – Eltern und Fachkräfte – eint ja ein gemeinsames Interesse: Sie wollen, dass es den Kindern gut geht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was können Eltern im Gegenzug von Fachkräften erwarten?</h3>



<p>Sie können erwarten, dass die Kita in der Lage ist, ihr professionelles Handeln zu rechtfertigen und darzustellen, gerade auch, wenn es um Konfliktthemen geht, wie unterschiedliche Vorstellungen zur Vorbereitung auf die Schule, das kindliche Spiel oder die Fürsorge – Stichpunkt Beteiligung und Kinderrechte. Eine Fachkraft muss den Eltern gegenüber nachvollziehbar erklären können, warum sie es dem Fünfjährigen zutraut zu beurteilen, ob er eine Jacke anziehen möchte oder nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das heißt, der Schlüssel ist Kommunikation und damit die Arbeit so transparent zu machen wie möglich?</h3>



<p><br>Ganz genau, darauf kommt es an. Transparenz, gepaart mit einer feinfühligen Kommunikation seitens der Fachkräfte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Manchmal empfinden Kitabeschäftigte es als anstrengend, diese Transparenz herzustellen und im Gespräch zu bleiben. Worin liegt der Gewinn für die Kita, es doch zu tun?</h3>



<p><br>Fachkräfte suchen sich in erster Linie den Beruf aus, um mit Kindern zu arbeiten. Aber: Es gibt die Kinder gerade in den ersten sechs Lebensjahren nicht ohne ihre Eltern bzw. primäre Bezugspersonen. Wenn ich als Fachkraft die Eltern für mich gewinne, ihnen die Tür öffne, eine Willkommenskultur pflege, sie beteilige und ihnen Mitgestaltungsmöglichkeiten gebe, dann schaffe ich ein Vertrauensverhältnis und zeige den Eltern, dass sie hier gern gesehen sind. Dafür kann die Einrichtung informelle Begegnungspunkte einrichten wie ein kleines Café, einen Stehtisch mit Getränken, eine monatliche Tauschbörse für Bilderbücher. Das Schlimmste, was den Fachkräften passieren kann, ist, dass die Eltern das Gefühl haben, ein Störfaktor zu sein. In einer solchen Kita möchte man sein Kind nicht gern lassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie viel Eltern-Mitbestimmung und -beteiligung ist sinnvoll und machbar?</h3>



<p><br>Einrichtungen brauchen eine klare Gestaltung der Elternbeteiligung, aber die kann von Kita zu Kita sehr unterschiedlich sein. Die Einrichtung sollte ausloten, welchen Spielraum sie konkret mit „ihren Eltern“ hat, was sie sich und den Eltern zutraut, in welchem Maß und in welchen Fragen sie diese beteiligt. Ein Beispiel wäre, Eltern dabei einzubinden, was die Gestaltung und Themen der Elternabende angeht. Auch bei konzeptionellen Angelegenheiten kann die Elternschaft angehört und deren Argumente berücksichtigt werden. Das Aushandeln von Interessen der Eltern und der Einrichtung ist wichtig. Wenn Eltern mit der groben Linie der Pädagogik einverstanden sind und sie gutheißen, dann profitieren die Kinder.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Es kommen oft die gleichen Eltern zu Wort – die ohnehin sehr engagierten, etablierten. Wie bezieht die Kita auch leisere, zurückhaltende Eltern mit ein?</h3>



<p><br>Eine Möglichkeit wäre, die Elternabende oder -nachmittage anders zu gestalten. Man verständigt sich auf ein übergeordnetes Thema, bietet aber Thementische an, moderiert von einer Fachkraft. Da gibt es eine Vielzahl an alternativen Formaten. Ich finde, sie können nicht niedrigschwellig genug sein und müssen sich an den Bedürfnissen der Eltern orientieren. Auch dazu muss man im Gespräch bleiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist gute Elternzusammenarbeit langfristig planbar? Was, wenn etwa engagierte Eltern bzw. deren Kinder die Einrichtung verlassen und zum Beispiel plötzlich keine größeren gemeinsam organisierten Aktionen mehr stattfinden können?</h3>



<p><br>Es wird nicht dauerhaft funktionieren, wenn sich Kitas darauf verlassen, dass immer engagierte Eltern da sein werden. Die Gruppe ist zu heterogen. Elternschaft hat sich viel zu sehr verändert. Einrichtungen müssen ein Konzept zur Elternkooperation haben, das die große Bandbreite der Eltern erreicht, und sollten auch die Vermittlung von Lebenspraxis darin verorten. Kinder sind heute immer früher und länger in Kitas. Alltagsbildung findet also vermehrt in den Einrichtungen statt. Kitas können Eltern hier gut unterstützen, vor allem, weil bei diesen immer häufiger Erziehungsunsicherheiten wahrzunehmen sind. Deshalb sollten die Institutionen dringend den Fokus stärker auf diesen Aspekt legen statt auf Event-Pädagogik. Natürlich braucht es noch gemeinsame Feste und Aktionen, aber vielleicht nicht riesige Ausflüge in den Zoo und den perfekten Martinsumzug.</p>



<p class="has-text-align-right">Die Fragen stellte Stefanie Richter</p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gesundheit ist kein Randthema</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/gesundheit-ist-kein-randthema/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:12:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal ist die Lösung ganz einfach: Die Fachkräfte einer Kita in Schleswig-Holstein fühlten sich gestresst, weil sie nie in Ruhe Pause machen konnten. „Ständig herrschte überall Trubel“, berichtet Olivia Maloku, bei der Unfallkasse Nord zuständig für die Beratung und Begleitung von Projekten zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). „Sie konnten sich nirgendwo zurückziehen.“ In einem Gesundheitszirkel brachten &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/gesundheit-ist-kein-randthema/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Gesundheit ist kein Randthema“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<p>_Gesundheitszirkel schaffen eine Struktur, um Belastungen zu reflektieren</p>
<p>_Anleitung von außen nicht nötig (aber möglich)</p>
<p>_Wichtig: lösungsorientierte Herangehensweise</p>
<p></div>



<div style="height:79px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Manchmal ist die Lösung ganz einfach: Die Fachkräfte einer Kita in Schleswig-Holstein fühlten sich gestresst, weil sie nie in Ruhe Pause machen konnten. „Ständig herrschte überall Trubel“, berichtet Olivia Maloku, bei der Unfallkasse Nord zuständig für die Beratung und Begleitung von Projekten zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). „Sie konnten sich nirgendwo zurückziehen.“ In einem Gesundheitszirkel brachten die Beschäftigten das Problem auf den Punkt – und überlegten gemeinsam, was sich dagegen tun lässt. Das Ergebnis: Die Kita stellte einen Raum bereit, in dem das Team auch mal in Ruhe etwas essen oder Elterngespräche führen kann. „Das sorgte direkt für mehr Zufriedenheit“, sagt Olivia Maloku. Ihrer Meinung nach bieten Gesundheitszirkel eine gute Chance, sich gemeinsam im Team systematisch mit Belastungen im Arbeitsalltag auseinanderzusetzen – und gemeinsam nach Lösungswegen zu suchen.</p>



<p>Oft beschäftigten sich Kitas erst mit dem Thema Gesundheit, wenn der Krankenstand hoch sei. „Nachhaltiger ist es, sich schon vorher Gedanken zu machen“, betont Olivia Maloku. Dazu gehört zu fragen: Was stresst bei der Arbeit? Was belastet? Was trägt zu mehr Zufriedenheit bei der Arbeit bei? Wichtig sei, sich darüber nicht nur nebenbei auf einer Teambesprechung auszutauschen. Sondern es gelte, explizit Strukturen zu schaffen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regelmäßig einen halben Tag zusammensetzen</h2>



<p><br>Ideal ist ihrer Erfahrung nach, wenn sich in regelmäßigen Abständen ein kleiner Kreis von bis zu zwölf Personen zusammensetzt. Zwar richteten sich die Gesundheitszirkel in erster Linie an die Beschäftigten, also auch Hausmeister oder Küchenpersonal, erklärt die Referentin, doch könnten auch Eltern und Kinder einbezogen werden. In der Regel lasse sich so ein Workshop relativ unkompliziert selbst durchführen. Möglich sei aber auch, eine externe Moderation hinzuzuziehen. Unfallkassen und Berufsgenossenschaften bieten hierzu kostenfreie Beratung, Qualifizierungen und Informationsmaterial an.</p>



<p>Pro Gesundheitszirkel sollte etwa ein halber Tag eingeplant werden. Im ersten Schritt stehe es an zu klären, was die Beschäftigten als belastend empfinden: Häufig wird in Kitas der Lärmpegel genannt, auch die Zusammenarbeit mit Eltern wird oft als stressig erlebt, außerdem die körperliche Belastung. Alle Themen werden gesammelt. Im nächsten Schritt werden Schwerpunkte gesetzt. Die Referentin empfiehlt, sich auf zwei Schwerpunkte zu konzentrieren. „Wichtig ist, die Themen lösungsorientiert anzugehen.“ Dabei gilt es zu klären: Was ist möglich? Was lässt sich kurzfristig umsetzen? Und wofür braucht es einen längeren Atem?</p>



<p>Eine bewegte Pause von zehn Minuten während der Arbeitszeit zusammen mit den Kindern beispielsweise lasse sich schnell umsetzen, sagt Olivia Maloku. „Allerdings geht es darum, die Belastungen ganzheitlich in den Blick zu nehmen und die Verhältnisse zu verbessern.“ In einer Kita stresste die Beschäftigten zum Beispiel, dass die Eltern sie zwischen Tür und Angel in Gespräche verwickelten, wenn gerade keine Zeit dafür war. Die Einrichtung löste das Problem, indem sich eine Fachkraft am Nachmittag extra Zeit für Elterngespräche nahm. Andere Maßnahmen, wie bauliche Veränderungen erfordern langfristige Planungen. „Wichtig ist, immer klar festzulegen, wer was bis wann umsetzen kann“, betont Olivia Maloku. In den folgenden Gesundheitszirkeln gehe es darum, die Fortschritte zu überprüfen.</p>



<p>Und oft reduzierten schon sehr einfache Maßnahmen viel Stress, so die Gesundheitsexpertin. So habe sich eine Kita entschieden, nicht mehr für jeden Anlass wie Muttertag, Ostern oder Weihnachten kleine Geschenke für die Eltern zu basteln. Die Kinder stattdessen nach Herzenslust spielen zu lassen, tue allen gut. Ihr Fazit: „Manchmal ist weniger mehr.“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Erziehungspartnerschaft</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/erziehungspartnerschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manche Eltern sind für Fachkräfte – aus welchen Gründen auch immer – nicht greifbar. Von einer echten Erziehungspartnerschaft kann also keine Rede sein. Wie gehen Fachkräfte professionell damit um? Als Leitung wäre der erste Schritt, zu ermitteln, welche Form des Kontakts und der Kooperation die Eltern überhaupt wollen und zulassen. Für die einzelne Fachkraft ist &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/erziehungspartnerschaft/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Erziehungspartnerschaft“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<!-- div class="rechte-spalte"><div class="box-infos-green"></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-5191 size-full" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz.png" alt="Tanja Betz" width="1156" height="1506" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz.png 1156w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-230x300.png 230w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-768x1001.png 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-250x326.png 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-263x343.png 263w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-276x360.png 276w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-580x756.png 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-196x255.png 196w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-238x310.png 238w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Tanja_Betz-214x279.png 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" />
<figcaption class="wp-element-caption">Foto: Roland Huber</figcaption>
</figure>



<p style="font-weight: 400;"><strong>Tanja Betz</strong> ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Kindheitsforschung an der Johannes Gutenberg­-Universität Mainz. Sie forscht u. a. zum professionellen Handeln in pädagogischen Institutionen im gesellschaftlichen Kontext, zu politischen Leitbildern „guter Elternschaft“ und zu Ungleichheit.</p>
<p style="font-weight: 400;"></div></div -->

<h3>Manche Eltern sind für Fachkräfte – aus welchen Gründen auch immer – nicht greifbar. Von einer echten Erziehungspartnerschaft kann also keine Rede sein. Wie gehen Fachkräfte professionell damit um?</h3>
<p>Als Leitung wäre der erste Schritt, zu ermitteln, welche Form des Kontakts und der Kooperation die Eltern überhaupt wollen und zulassen. Für die einzelne Fachkraft ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass man nicht mit allen Eltern einen intensiven Kontakt und Kommunikation haben muss. Das ist in Ordnung. Gleichzeitig kann man versuchen herauszufinden, ob und wo es vielleicht doch Bedarfe gibt. Möglicherweise wirkt es nur so, als hätten die Eltern kein Interesse. Hier muss man sich auf Ursachensuche begeben und den Eltern ein passendes Angebot machen.</p>
<h3>Wie realistisch ist eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen Eltern und Kita auf Augenhöhe?</h3>
<p>Die Idee der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft entstand auf dem Papier. Ideen sind häufig so lange gut, bis sie auf die Wirklichkeit treffen. Wir haben intensiv vor Ort in verschiedenen Kitas untersucht, was es unter den jeweils gegebenen Bedingungen bedeutet, eine solche Partnerschaft zu leben. Viele Fachkräfte gaben an, sich in einem Spannungsfeld zu bewegen. Sie sind für viele Kinder verantwortlich, haben daneben administrative Aufgaben und sollen, um dem Ideal der Erziehungspartnerschaft zu entsprechen, auch stets engen Kontakt zu den Eltern haben, ihnen Angebote machen, auf sie eingehen. Das erzeugt Druck und Frust, weil sie unter bisweilen herausfordernden Rahmenbedingungen weder den eigenen noch den äußeren Erwartungen und Ansprüchen genügen können.</p>
<h3>Ist es bei schwierigen Rahmenbedingungen in Einrichtungen vertretbar, die Elternarbeit zurückzufahren und sich primär auf die pädagogische Arbeit mit den Kindern zu konzentrieren?</h3>
<p>Grundsätzlich ist die Arbeit der Kindertageseinrichtungen ohne Eltern weder möglich noch sinnvoll. Das regeln ja auch die gesetzlichen Grundlagen. Das eine ist vom anderen nicht zu trennen. Eltern ist aber häufig nicht bewusst, unter welch herausfordernden Bedingungen die Fachkräfte arbeiten. Einrichtungen könnten das gezielt thematisieren und um Verständnis dafür werben, was gerade machbar ist und was nicht. Auch könnte die Kita eine Prioritätenliste nach den tatsächlichen Bedarfen der Eltern erstellen. Beispielsweise könnte ein wenig nachgefragtes Angebot wie Themenelternabende zeitweise entfallen. Während der Coronazeit ist jedoch in manchen Einrichtungen die Zusammenarbeit mit Eltern sehr vernachlässigt worden. Das kritisieren auch viele Elternvertretungen. Das ist ein schlechtes Signal an Eltern. Denn viele sind sehr an Informationen und Unterstützung interessiert und engagieren sich auch gerne. Darin liegt ein großes Potenzial für die Einrichtungen.  </p>
<p style="text-align: right;">Die Fragen stellte Stefanie Richter</p>
<p class="has-large-font-size">


<p></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/erziehungspartnerschaft/">Erziehungspartnerschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de">KinderKinder</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ohne Verletzungsgefahr ins Abenteuer</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/ohne-verletzungsgefahr-ins-abenteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:11:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Absturzsicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Erhöhte Spielebenen]]></category>
		<category><![CDATA[sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein niedriges Podest für die Krabbelkinder, eine Ritterburg aus Holz oder eine Empore, die den halben Raum ausfüllt und praktisch eine zweite Etage bildet – es gibt eine große Bandbreite an erhöhten Spielebenen. Die Vorgaben für die erhöhten Spielebenen in Kindertageseinrichtungen sind in der DGUV Vorschrift 82 und der DGUV Regel 102-602 festgeschrieben. Eine eigene &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/ohne-verletzungsgefahr-ins-abenteuer/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ohne Verletzungsgefahr ins Abenteuer“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<p>_Spielebenen müssen einsehbar sein</p>
<p>_Auf Kopffangstellen und Absturzsicherung achten</p>
<p>_Unfallversicherungsträger berät bei der Planung </div>



<div class="wp-block-spacer" style="height: 37px;" aria-hidden="true"> </div>



<p>Ein niedriges Podest für die Krabbelkinder, eine Ritterburg aus Holz oder eine Empore, die den halben Raum ausfüllt und praktisch eine zweite Etage bildet – es gibt eine große Bandbreite an erhöhten Spielebenen. Die Vorgaben für die erhöhten Spielebenen in Kindertageseinrichtungen sind in der DGUV Vorschrift 82 und der DGUV Regel 102-602 festgeschrieben. Eine eigene Prüfnorm gibt es für sie jedoch nicht. Da die Gefährdungen oft ähnlich sind wie bei Spielplatzgeräten auf dem Außengelände, werden einige Anforderungen – wie beispielsweise Kopffangstellen – von dort abgeleitet.</p>



<p>Aber die Vorgaben der Spielplatzgeräte-Norm passen nicht generell. „Im Gebäude legt ja niemand Rindenmulch als Fallschutz aus“, veranschaulicht Präventionsexperte Holger Eckmann vom zuständigen DGUV-Sachgebiet einen Unterschied. „Einige Gefährdungen wird man drinnen nicht so gut abfedern wie draußen. Deshalb passieren bei erhöhten Spielebenen häufiger schwere Unfälle als bei Spielplatzgeräten.“</p>



<p>Als Aufsichtsperson der Unfallkasse Baden-Württemberg hat Holger Eckmann schon schlimme Unfälle in Zusammenhang mit Spielebenen dokumentieren müssen. Besonders gefährlich ist es, wenn Kinder mit den Köpfen stecken bleiben, zwischen den Stäben von Treppengeländern oder Brüstungen zum Beispiel. Oder wenn sie oben von der Spielebene hinabstürzen. Das kann auch passieren, wenn die vorgeschriebene Mindesthöhe von einem Meter für Umwehrungen (in erster Linie Brüstungen) eingehalten wird. Denn oft ist die Fläche auf der Empore oder dem Podest ja nicht leer. „Kinder nutzen zum Beispiel Möblierung wie Tische und Stühle als Aufstiegshilfe“, sagt Eckmann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Netze sind die einfachste Lösung zur Absicherung</h2>



<p>Nicht empfehlenswert seien geschlossene Brüstungen. „Die haben einen Aufforderungscharakter – die Kinder wollen dann obendrüber gucken.“ Also gilt: Erhöhte Spielebenen müssen einsehbar sein. Zum einen, damit die pädagogischen Fachkräfte auch von unten ihrer Aufsichtspflicht nachkommen können. Zum anderen, um den Kindern keinen Anreiz zu bieten, über die Brüstung zu klettern.</p>



<p>„Eine Spielebene lässt sich mit einfachen Methoden absichern“, sagt Eckmann. Beispielsweise mit Netzen, um die Brüstung zur Decke zu schließen. „Das ist die praktikabelste und einfachste Lösung.“ Dabei müsse darauf geachtet werden, dass das Netz eine kleine Maschenweite habe, damit sich kein Kind mit dem Kopf darin verfängt.</p>



<p>Damit die Kinder sicher auf die erhöhte Spielebene rauf- und wieder runterkommen, eignen sich Treppen. Leitern dagegen nicht, denn hier müsste die Kita wieder für Fallschutz sorgen. „Am besten sind Treppen mit geschlossenen Stufen, unter denen die Kinder nicht durchrutschen können“, erklärt Holger Eckmann. „Auch eine seitliche Absturzsicherung – also ein Handlauf oder ein Geländer – ist immer erforderlich, damit niemand runterfallen kann.“</p>



<p>Vorsicht ist vor allem geboten, wenn erhöhte Spielebenen nachträglich eingebaut oder im Raum aufgestellt werden. Plötzlich kann es sein, dass Kinder an Objekte heranreichen, an die sie nicht heranreichen sollten: an Deckenlampen zum Beispiel, die heiß und zerbrechlich sein können, auch Stromschläge drohen. Oder an Fenster, die vorher keine Rolle gespielt haben, weil sie außer Reichweite der Kinder waren.</p>



<p><p>Vom Eigenbau von Spielebenen rät Aufsichtsperson Eckmann ab. Das Anlegen eines Barfußpfades oder die Installation eines Balancierbalkens in niedriger Höhe seien in Ordnung. „Aber die kritische Grenze ist erreicht, wenn es in die Höhe geht, wenn Statik ins Spiel kommt und wenn es um Fang-, Scher- oder Quetschstellen geht.“ Dafür seien Fachkenntnisse gefragt. Eckmann empfiehlt den Kitas, sich schon in der Planungsphase vom zuständigen Unfallversicherungsträger beraten zu lassen: „Dafür sind wir da.“</p>
<h2>10 Kriterien für erhöhte Spielebenen:</h2>
<ol>
<li><strong>Aufstellung:</strong> Sicherheitstechnische Aspekte bei der Planung berücksichtigen.</li>
<li><strong>Statik:</strong> Die Ebenen müssen standsicher sein und die Belastungen aushalten.</li>
<li><strong>Aufsicht:</strong> Spielebenen müssen von außen einsehbar sein.</li>
<li><strong>Begehbarkeit der Ebene:</strong> Erwachsene müssen die Spielebene im Notfall schnell und sicher erreichen können.</li>
<li><strong>Brandschutz:</strong> Fluchtwege frei halten, am besten Rücksprache mit vorbeugendem Brandschutz oder Feuerwehr.</li>
<li><strong>Absturzsicherung:</strong> Ab einem Meter Absturzhöhe Umwehrungen von mindestens einem MeterHöhe, ggf. mit Netzen zur Decke absichern. Kinder dürfen nicht durch Umwehrungen (vertikale Geländerstäbe) hindurchfallen können.</li>
<li><strong>Aufstiege:</strong> Vorzugsweise Treppen mit geschlossenen Stufen sowie Handläufe bzw. Geländer verwenden. Kopffangstellen vermeiden.</li>
<li><strong>Beleuchtung:</strong> Leuchten dürfen nicht zugänglich oder müssen geschützt sein (Elektrizität, Hitzeentwicklung, Zerbrechlichkeit).</li>
<li><strong>Verglasungen:</strong> Fenster dürfen nicht zugänglich sein, auf Bruchsicherheit achten.</li>
<li><strong>Akustik:</strong> Trittschalldämmende Beläge bei der Planung berücksichtigen.</li>
</ol></p>



<div class="wp-block-spacer" style="height: 100px;" aria-hidden="true"> </div>


<div class="box-infos-blau"></p>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;">Die Branchenregel Kindertageseinrichtung ist hier abrufbar:<br /><a href="https://publikationen.dguv.de/regelwerk/publikationen-nach-fachbereich/bildungseinrichtungen/kindertageseinrichtungen-und-kindertagespflege/3604/branche-kindertageseinrichtung" target="_blank" rel="noopener">www.dguv.de, Webcode: p102602</a></p>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;">Ein thematisch passendes Infoblatt der Unfallkasse Nord gibt es hier als PDF: <br /><a href="https://www.uk-nord.de/fileadmin/user_upload/pdf/publikationen/Infoblatt_GUV-SI_8989-UKN_Erhoehte_Spielebenen_in_Kindertageseinrichtungen_und_Krippen.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://kurzelinks.de/avs1</a></p>
<p style="font-weight: 400; text-align: center;">Eine Checkliste für Planung und Bau erhöhter Spielebenen finden Sie auf der Seite „Sichere Kita“: <br /><a href="https://www.sichere-kita.de/pdf/128" target="_blank" rel="noopener">https://www.sichere-kita.de/pdf/128</a></div>
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		<title>Endlich Pause</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/endlich-pause/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:11:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[News-Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Pause]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallversicherungsschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf Pausen … Richtig. Nach dem Arbeitszeitgesetz muss nach einer Arbeitszeit von sechs Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten eingelegt werden. Wer mehr als neun Stunden arbeitet, hat Anspruch auf mindestens 45 Minuten Pausenzeit. Wo die Beschäftigten diese Pause verbringen, bleibt in aller Regel ihnen überlassen. Gibt es in &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/endlich-pause/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Endlich Pause“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">Es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf Pausen …</h3>



<p><br>Richtig. Nach dem Arbeitszeitgesetz muss nach einer Arbeitszeit von sechs Stunden eine Pause von mindestens 30 Minuten eingelegt werden. Wer mehr als neun Stunden arbeitet, hat Anspruch auf mindestens 45 Minuten Pausenzeit. Wo die Beschäftigten diese Pause verbringen, bleibt in aller Regel ihnen überlassen. Gibt es in der Einrichtung etwa einen Raum, in dem man ungestört Pause machen kann, dann sind die Wege dorthin versichert, nicht aber das Essen und Trinken. Das muss jeder unabhängig von der Arbeit, weswegen in aller Regel kein Unfallschutz hierbei besteht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Beschäftigte könnten also auch spazieren gehen?</h3>



<p><br>Ja. Allerdings sind sie auf dem Spaziergang nicht gesetzlich unfallversichert. Hier würde die Krankenkasse zum Beispiel die Kosten einer ärztlichen Behandlung tragen, wenn etwas passieren sollte. Dagegen ist der Weg zu einer Kantine oder Gaststätte in der Regel versichert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Und wie sieht es mit dem Weg zum Bäcker oder Supermarkt aus?</h3>



<p>Solange dort Lebensmittel gekauft werden, um sie direkt oder zeitnah zu verzehren, besteht in der Regel der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung – aber nur auf dem Hin- und Rückweg, nicht im Geschäft. Wenn die Beschäftigten zugleich den Einkauf für das Abendessen erledigen oder unterwegs noch bei der Reinigung oder der Post vorbeigehen, dann sind das private Tätigkeiten, die ebenfalls nicht über die gesetzliche Unfallversicherung versichert sind. Hier greift der gesetzliche Krankenversicherungsschutz.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie sieht es denn aus, wenn pädagogische Fachkräfte zusammen mit den Kindern essen und ihnen dabei irgendetwas zustößt?</h3>



<p><br>Das kommt darauf an, was genau passiert ist. Das gemeinsame Essen mit den Kindern ist noch Teil der Arbeit und zählt nicht als Erholungspause. Das gilt auch für die Essensvorbereitung. Verbrüht sich etwa eine Erzieherin beim Erwärmen der Speisen oder schneidet sie sich bei der Zubereitung von Rohkost in den Finger, ist das unfallversichert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Und was gilt für Raucherpausen?</h3>



<p>Hier erkennt die Rechtsprechung keinen Unfallversicherungsschutz an, und zwar auch nicht auf den Wegen zum Rauchen. Das ist für die Gerichte eine absolut private Angelegenheit ohne Bezug zur Arbeit. Auch hier gilt wieder: Passiert etwas, ist die Krankenkasse zuständig.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das ist eindeutig. Die anderen Fälle scheinen komplizierter in der Bewertung zu sein.</h3>



<p><br>Man unterscheidet, ob der Unfall in einem engen Zusammenhang mit der Arbeit steht oder nicht. Letztlich kommt es immer auf den jeweiligen Einzelfall an, ob die gesetzliche Unfallversicherung zuständig ist, weshalb es sich immer lohnt, dort einen Unfall zu melden.</p>



<p><em>Die Fragen beantwortete <strong>Tobias Schlaeger</strong>, Bereichsleiter Grundsatz der Unfallkasse Nordrhein­Westfalen</em></p>



<div class="wp-block-spacer" style="height: 32px;" aria-hidden="true"> </div>


<div class="box-infos-blau"></p>
<p style="text-align: center;">Mehr Infos zum Thema gibt es bei der Unfallkasse Hessen: <br /><a href="https://www.ukh.de/unternehmen-und-beschaeftigte/versicherungsschutz-und-leistungen/versicherungsschutz-in-der-pause" target="_blank" rel="noopener">www.ukh.de, Webcode: W378</a></p>
<p style="text-align: center;">Hilfreich für gute Pausen ist auch diese Web-App mit schnellen Entspannungsübungen etc.: <br /><a href="https://kurzpausen.uv-kooperation.de/#/" target="_blank" rel="noopener">https://kurzpausen.uv-kooperation.de</a> <br /></div>
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		<title>Arbeitserleichterung mit System</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/arbeitserleichterung-mit-system/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:11:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[News-Kategorien]]></category>
		<category><![CDATA[Konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Leitbild]]></category>
		<category><![CDATA[QMS]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Standards]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es sind eigentlich nur zwei Aktenordner. Doch die haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Darin steckt alles, wofür die Kita steht: vom Leitbild über Führungsaufgaben bis hin zu pädagogischen Konzepten. „Das Qualitätsmanagementsystem gibt unserer Arbeit eine Struktur und bietet Handlungssicherheit“, sagt Nina Ulrich, die Leiterin der Protestantischen Kita Arche Noah. „Alle wissen, &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/arbeitserleichterung-mit-system/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Arbeitserleichterung mit System“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<p>_Qualitätsstandards zu dokumentieren, erleichtert den Arbeitsalltag </p>
<p>_Ganzes Team setzt sich regelmäßig mit pädagogischen Themen auseinander </p>
<p>_Nebeneffekt: Arbeitszufriedenheit ist gestiegen </div>



<div class="wp-block-spacer" style="height: 52px;" aria-hidden="true"> </div>



<p>Es sind eigentlich nur zwei Aktenordner. Doch die haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Darin steckt alles, wofür die Kita steht: vom Leitbild über Führungsaufgaben bis hin zu pädagogischen Konzepten. „Das Qualitätsmanagementsystem gibt unserer Arbeit eine Struktur und bietet Handlungssicherheit“, sagt Nina Ulrich, die Leiterin der Protestantischen Kita Arche Noah. „Alle wissen, was sie machen müssen und wie sie es machen müssen. Das erleichtert den Arbeitsalltag und vermeidet unnötige Diskussionen.“ Denn schließlich habe man sich als Team gemeinsam auf diese Standards verständigt, nach denen sich nun alle richten.</p>



<p>Beispiel Mittagessen: Die Kinder suchen sich aus, in welcher der zwei Essensgruppen sie die Mahlzeit zu sich nehmen möchten. Und sie entscheiden, was und wie viel sie essen. „Alle Kollegen, die das Mittagessen begleiten, führen die Kinder an die Selbstständigkeit heran. Darauf haben wir uns geeinigt“, sagt Nina Ulrich. Diese Standards sind zu allen Themen dokumentiert – sei es nun das Mittagessen, Partizipation, ein Kinderschutzkonzept, Religionspädagogik, Hygiene oder Brandschutz.</p>
<div class="wp-block-spacer" style="height: 44px;" aria-hidden="true"> </div>
<p>


</p>
<div class="box-infos-orange"></p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;">AHA!</span></h2>
<p>Vor zehn Jahren machte sich die Kita Arche Noah auf den Weg, ein QMS einzuführen. Seit 2017 ist die Kita mit dem Gütesiegel der Bundesvereinigung Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder (BETA) zertifiziert, alle fünf Jahre muss es erneuert werden. Das QMS umfasst dabei zwei Bereiche: zum einen Führungsprozesse, in denen es um Leitungsaufgaben, die Zusammenarbeit mit dem Träger oder Öffentlichkeitsarbeit geht. Zum anderen Kernprozesse, die das gesamte Spektrum der pädagogischen Arbeit abdecken. </div>
<p>&nbsp;</p>



<p>Der Anfang, das bestätigen Träger, Qualitätsbeauftragte und Kitaleitung gleichermaßen, sei schwierig gewesen. Aber, und auch das bestätigen alle einhellig: Die Arbeit lohne sich. „Es bedeutet viel Aufwand, das Qualitätsmanagement zu verschriftlichen“, sagt Nina Ulrich. „Aber darin beschreiben wir ja eigentlich nur unseren beruflichen Alltag. Was machen wir in der Kita? Wie ist unsere pädagogische Arbeit?“</p>



<p>Die Dokumentation hilft nun im Arbeitsalltag. Sei es, um selbst die Sicherheit zu haben, für alle Themen gewappnet zu sein. Sei es, um Azubis oder neue Fachkräfte einzuarbeiten. Sei es, um bei der Elternzusammenarbeit eine gemeinsame Linie festgelegt zu haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stimmt noch alles? Überprüfung der Standards gehört dazu</h2>



<p><br>Die Standards sind für zwei Jahre gültig. Danach werden sie überprüft. Spätestens. Wenn es einen Anlass gibt, schnappt sich das Kitateam schon vorher ein Thema aus einem der Ordner und berät, ob Punkte geändert werden müssen. Zum Beispiel, ob die Raumgestaltung für die neue Gruppe noch angemessen ist oder ob die Anziehsituation bei Aktivitäten im Freien neu geregelt werden sollte. „Wir sind gecoacht worden, wie wir zusammen mit dem Team Prozesse erarbeiten und jeden Einzelnen dabei mitnehmen“, sagt Kathrin Winkelsesser, die stellvertretende Leiterin und Qualitätsbeauftragte der Arche Noah. „Beim Formulieren von Standards haben wir uns am Anfang schwergetan – inzwischen geht das ganz schnell, weil alle die Abläufe kennen.“</p>



<p>Ein positiver Nebeneffekt des Qualitätsmanagements: Die Arbeitszufriedenheit der pädagogischen Fachkräfte ist gestiegen. Das ergaben Mitarbeiterbefragungen des Verbunds von 20 protestantischen Kitas in Ludwigshafen, dem auch die Kita Arche Noah angehört. Kathrin Winkelsesser kann das bestätigen: „Bei der Erarbeitung der Themen führt man sich selbst noch einmal vor Augen, was man leistet. Das motiviert.“</p>



<p>Nina Ulrich würde jeder Kita raten, ein Qualitätsmanagementsystem einzuführen und zu etablieren. „Man sieht, dass man schon vieles gut macht. Und man sieht Entwicklungspotenziale“, fasst die Kitaleiterin die Vorteile zusammen. Das gesamte Team setze sich mit pädagogischen Themen auseinander: „Welche neuen Entwicklungen und Ideen gibt es? Was tut Kindern und Eltern gut? Was sollten wir aufnehmen, verändern, festschreiben?“ Das alles wird dann in den zwei Aktenordnern dokumentiert. Die sind eine echte Hilfe für die Kita Arche Noah, um die Qualität der pädagogischen Arbeit systematisch zu reflektieren und verbessern.</p>



<div class="wp-block-spacer" style="height: 44px;" aria-hidden="true"> </div>


<div class="box-infos-orange"></p>
<h2 style="text-align: center;"><span style="color: #ffffff;">Tipp!</span></h2>
<p>Es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die Kitas bei der Einführung eines Qualitätsmanage-mentsystems helfen. Wichtig ist, dass das System nach DIN ISO 9001 zertifiziert ist. </div>
<p>


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		<title>Wenn der Flur zum Begegnungsort wird</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/wenn-der-flur-zum-begegnungsort-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:10:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Haupt-Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[elternzusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fluraktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich hab voll getroffen! Über meinen Bruder drüber!“, ruft Luis und geht stolz zu seiner Mama. „Toll gemacht“, lobt Angela Nowak ihren sechsjährigen Sohn, während sie ihre jüngeren Kinder Eliano (1) und Amaia-Joly (2) im Blick hat. Luis hat getroffen. Mit dem Stoffball in die Kiste. Ein bisschen wie beim Basketball. Sportlich geht es hier &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wenn-der-flur-zum-begegnungsort-wird/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Wenn der Flur zum Begegnungsort wird“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2><strong>KURZ GESAGT!</strong></h2>
<p>_Angebot soll Familien animieren: erst mitmachen, dann zu Hause nachmachen</p>
<p>_Eltern kommen untereinander und mit Fachkräften ins Gespräch</p>
<p>_Pädagogische Inhalte werden nebenbei vermittelt<br />
</div>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>„Ich hab voll getroffen! Über meinen Bruder drüber!“, ruft Luis und geht stolz zu seiner Mama. „Toll gemacht“, lobt Angela Nowak ihren sechsjährigen Sohn, während sie ihre jüngeren Kinder Eliano (1) und Amaia-Joly (2) im Blick hat. Luis hat getroffen. Mit dem Stoffball in die Kiste. Ein bisschen wie beim Basketball.</p>



<p>Sportlich geht es hier in Mannheim den Nachmittag über zu. Abholzeit. Der Flur hat sich in eine kleine Oase für Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele verwandelt. Allzu viel Platz ist zwar nicht, aber sie lassen sich eben etwas einfallen in der Kita des Evangelischen Eltern-Kind-Zentrums Kieselgrund, um den Raum optimal zu nutzen. Amelie versucht, auf dem Deckel des präparierten Schuhkartons die passende Öffnung für einen kleinen Plüsch-Pompon zu finden. Mila stolziert auf einem Seil, das geschlängelt auf dem Boden liegt. Bünyamin jongliert beim Eierlaufen eine Kugel auf einem Löffel. David ertastet Gegenstände wie Bälle, Bausteine oder kleine Kuscheltiere in einem Wäschekorb. Die Brüder Yared und Elias balancieren in ihren Batman-Shirts über Bänke und springen anschließend auf eine Turnmatte. Und Luis wirft halt mit Stoffbällen. Mit dabei sind Erzieherinnen und Erzieher – und immer auch die Eltern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eltern können Spiele zu Hause nachmachen</h2>



<p>„Die einzelnen Stationen sind darauf ausgelegt, dass die Eltern das zu Hause nachmachen können“, erklärt Karin Janke. „Es geht ja darum, dass sich Eltern und Kinder gemeinsam bewegen sollen. Ohne viel Aufwand.“ Die Erzieherin hat für diesen Tag die Spiele ausgesucht. Das Thema liegt ihr am Herzen. Da Karin Janke auch Übungsleiterin im örtlichen Turnverein ist, kennt sie sich damit bestens aus.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1440" height="808" data-id="5244" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-1440x808.jpg" alt="Mutter und Kind spielen Eierlaufen mit einem Ball." class="wp-image-5244" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-1440x808.jpg 1440w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-300x168.jpg 300w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-768x431.jpg 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-1536x862.jpg 1536w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-2048x1149.jpg 2048w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-250x140.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-1392x781.jpg 1392w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-263x148.jpg 263w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-642x360.jpg 642w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-580x325.jpg 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-379x213.jpg 379w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-238x134.jpg 238w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__Loeffel_Ball-214x120.jpg 214w" sizes="(max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hüpfen macht Spaß, Eierlaufen auch – die Kombination geht meistens schief. Zum Glück ist es kein richtiges Ei.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="960" data-id="5251" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-1440x960.jpg" alt="Mutter und Kind spielen mit einem Ball." class="wp-image-5251" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-1440x960.jpg 1440w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-300x200.jpg 300w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-768x512.jpg 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-2048x1366.jpg 2048w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-250x167.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-1392x928.jpg 1392w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-263x175.jpg 263w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-540x360.jpg 540w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-580x387.jpg 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-379x253.jpg 379w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-238x159.jpg 238w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_und_Kind_werfen_Ball_quer-214x143.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ob Mami trifft? Mila ist   jedenfalls ganz gespannt.</figcaption></figure>
</figure>



<p></p>



<p>„Fluraktion“ nennen sie das in der Kita Kieselgrund, wenn Eltern und Kinder Zeit miteinander verbringen. Einmal im Monat ist das der Fall. Montags zur Abholzeit kommen die Eltern in den Flur und beschäftigen sich dort mit ihren Kindern. Mal bleiben sie nur ein paar Minuten, mal eineinhalb Stunden – je nachdem, wie viel Zeit und Lust sie haben. Die pädagogischen Fachkräfte bereiten dafür bestimmte Themen vor. Eltern und Kinder widmen sich dann zum Beispiel der gesunden Ernährung, sie machen gemeinsam kleine wissenschaftliche Experimente, lesen aus Büchern oder lassen sich an Tablets zeigen, wie Medien richtig und sinnvoll eingesetzt werden können.</p>



<p>Oder sie bewegen sich. „Manches erklären wir. Manches machen die Kinder von allein. Manches erklären die Kinder den Eltern“, fasst Karin Janke die Vorteile des Angebots zusammen. „Bewegung funktioniert unabhängig von der Nationalität immer gleich. Das kann die Sprache ersetzen.“</p>



<p>Für die Mannheimer Kita ist das ein wichtiger Aspekt. „Mit Sprache oder geschriebenen Worten erreichen wir die Eltern oft nicht“, weiß Kitaleiterin Claudia Hauschild. Sei es, weil sie kaum oder gar kein Deutsch verstehen oder weil sie aus bildungsfernen Schichten kommen. „Wir müssen also versuchen, wichtige Dinge in einer möglichst einfachen Form zu verpacken, um sie zu vermitteln“, sagt Hauschild. So war die Idee zu den Fluraktionen geboren.</p>



<p>Die Erzieherinnen und Erzieher sind davon begeistert. „Ich habe noch nie so fröhliche Eltern gesehen“, sagt Karin Janke. „Die Fluraktionen sind eine Bereicherung für die Eltern und für das Kollegium.“</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="960" data-id="5252" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-1440x960.jpg" alt="Mutter hat Kind auf dem Arm." class="wp-image-5252" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-1440x960.jpg 1440w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-300x200.jpg 300w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-768x512.jpg 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-1536x1024.jpg 1536w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-2048x1366.jpg 2048w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-250x167.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-1392x928.jpg 1392w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-263x175.jpg 263w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-540x360.jpg 540w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-580x387.jpg 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-379x253.jpg 379w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-238x159.jpg 238w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Mutter_hat_Kind_auf_dem_Arm-214x143.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">„Die Kita lässt sich immer etwas Neues einfallen“, sagt Verena Barton (mit Tochter Lima).</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1440" height="2138" data-id="5245" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-1440x2138.jpg" alt="Kind balanciert an der Hand der Mutter." class="wp-image-5245" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-1440x2138.jpg 1440w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-202x300.jpg 202w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-768x1140.jpg 768w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-1035x1536.jpg 1035w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-1380x2048.jpg 1380w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-250x371.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-1392x2066.jpg 1392w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-248x368.jpg 248w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-243x360.jpg 243w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-580x861.jpg 580w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-172x255.jpg 172w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-225x334.jpg 225w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter-203x302.jpg 203w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/08/Kind__an_Hand_von_Mutter.jpg 1680w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Hand von Mutter Jana Tiebs gibt Luca Sicherheit.</figcaption></figure>
</figure>



<p></p>



<p>Auch bei den Eltern sind diese besonderen Nachmittage ein Volltreffer. „Die Kita lässt sich immer etwas Neues einfallen, das finde ich super“, sagt Verena Barton. Sie ist ganz überrascht, wie gut ihre zweijährige Tochter Lima schon balancieren kann. „Das hat sie mir zu Hause noch nie gezeigt.“ Die Abwechslung bei den Fluraktionen kommt bei Nurcan Tanis gut an: „Ich sehe zu, dass ich dann da bin“, sagt sie. „Und man kommt mit anderen Eltern in Kontakt.“ Özlem Yorgun gefällt es ebenfalls, andere Eltern kennenzulernen: „Und die Kinder freuen sich, das ist das Wichtigste.“ Nikolina Vragolovic mag die „super Aktion. Es sind immer gute Ideen dabei, auf die ich von allein nicht kommen würde. Wir machen das dann auch zu Hause nach.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Tipps für die Nutzung von Youtube und Co.</h2>



<p>Als multimedialer Ideengeber tritt Paul Heitmann auf den Plan. Der Erzieher, der berufsbegleitend Medienpädagogik studiert, hat dafür Laptop und Tablet im Flur aufgestellt. Bilder für Kids-Yoga oder Mini-Work-outs sind auf den Bildschirmen zu sehen. „Youtube ist nicht nur da, um zu konsumieren“, macht er deutlich, spricht die Eltern aktiv an und gibt ihnen Tipps: „Man kann es auch anders nutzen. Warum nicht mal Videos aufrufen, um zehn Minuten Sport zu machen?“</p>



<p>Im Flur herrscht derweil reges Treiben. Aber es ist eben nicht das übliche Kommen und Gehen der normalen Abholsituationen. Stattdessen bieten sich Gelegenheiten, die Mütter und Väter von einer neuen Seite kennenzulernen. Claudia Hauschild erzählt exemplarisch von einer Spieleaktion. Dabei sei eine Mutter regelrecht aufgeblüht, von der sie es gar nicht erwartet hätte: „Tatsächlich saß sie dann eineinhalb Stunden mit ihrem Kind da und hat Gesellschaftsspiele gespielt.“ Diese Art Exklusivzeit zwischen Eltern und Kindern wollen sie erreichen, „weil das im Alltag zu Hause oft verloren geht“, erläutert die Kitaleiterin.</p>



<p>Zudem erfahren die Fachkräfte in der lockeren Atmosphäre, wo bei den Familien der Schuh drückt. Ganz nebenbei bekommen sie mit, ob es finanzielle oder gesundheitliche Probleme gibt, wie die jungen, alleinerziehenden Mütter zurechtkommen oder wie sich die Großfamilien in ihren kleinen Wohnungen arrangieren. „Manchmal denke ich, dass wir zu viel erwarten von den Eltern. Als Team müssen wir uns oft in ihre Situation versetzen. Da ist das Thema eben nicht die Matschhose des Kindes, sondern wie sie die nächste Stromrechnung bezahlen sollen“, sagt Claudia Hauschild. „Aber: Wir können nicht alles für die Eltern richten und versuchen, sie nicht zu sehr aus der Verantwortung zu entlassen. Wir suchen einen Mittelweg.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klassische Elternabende haben ausgedient</h2>



<p>Kreativität und Flexibilität sind auch bei anderen Aspekten der Elternarbeit gefragt. Beispielsweise hat die Kita Kieselgrund feste Bringzeiten abgeschafft. „Das hat uns die Nerven kaputtgemacht und den Eltern auch. Am Ende war man dann wütend aufeinander“, sagt Claudia Hauschild. Jetzt ist der Umgang wesentlich entspannter.</p>



<p>Auch die klassischen Elternabende, bei denen eine Erzieherin erzählt und die Eltern im Kreis sitzen und mehr oder weniger interessiert zuhören, haben ausgedient. Stattdessen haben sie zuletzt Eltern und Kinder zusammen eingeladen. Die Kinder zeigten ihren Eltern dann in den Gruppen, was sie gern spielen. „Das hatte einen ganz anderen Charakter, war fröhlich und lustig“, berichtet Claudia Hauschild und ergänzt: „Wir suchen weiter nach neuen Formaten.“ Demnächst wollen sie ausprobieren, an einem Elternabend mehrere Themen vorzustellen. „Wie eine Fluraktion im größeren Rahmen.“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wenn-der-flur-zum-begegnungsort-wird/">Wenn der Flur zum Begegnungsort wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de">KinderKinder</a>.</p>
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		<title>Eine Chance für Quereinsteiger</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/quereinstieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:10:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Chance]]></category>
		<category><![CDATA[Personalgewinnung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den Fachkräftemangel spüren auch wir. Ich denke, Kitas müssen sich öffnen. Qualität können zum Beispiel auch berufsfremde Menschen mitbringen, wenn man ihnen eine Chance gibt. Diese Quereinsteiger werden bei uns erst in den Betreuungsschlüssel für pädagogisches Personal eingerechnet, wenn sie bestimmte Qualifikationen erreicht haben, sie sich also auf den Weg gemacht haben, Assistenzkraft oder Fachkraft &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/quereinstieg/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Eine Chance für Quereinsteiger“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Den Fachkräftemangel spüren auch wir. Ich denke, Kitas müssen sich öffnen. Qualität können zum Beispiel auch berufsfremde Menschen mitbringen, wenn man ihnen eine Chance gibt. Diese Quereinsteiger werden bei uns erst in den Betreuungsschlüssel für pädagogisches Personal eingerechnet, wenn sie bestimmte Qualifikationen erreicht haben, sie sich also auf den Weg gemacht haben, Assistenzkraft oder Fachkraft werden zu wollen. Vorher zählen sie bei uns zu den sogenannten „helfenden Händen“. Beide Seiten können in dieser Phase testen, ob sie für den Beruf geeignet sind. Das ist eine Chance, Personal zu gewinnen. Wichtig ist dabei, einen Träger zu haben, der offen für neue Lösungen ist und diese ausprobiert.</p>
<cite>Pamela Günzinger</cite></blockquote>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Das komplette Interview</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Frau Grünzinger, viele Kitas beklagen den Fachkräfte- und Personalmangel. Sie nicht?</h3>



<p><strong>Pamela Grünzinger:</strong> Auch wir spüren den Fachkräftemangel. Die Erwartungen an die Erzieherinnen und Erzieher werden immer größer. Die Länge der Betreuungszeiten ist ein weiteres Problem, wir haben zehn Stunden von 7 bis 17 Uhr geöffnet. Das Personal muss enorm viel leisten. Wichtig ist es, einen Träger zu haben, der offen für neue Lösungen ist und diese ausprobiert.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Zum Beispiel?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Ich denke, Kitas müssen sich öffnen. Qualität können auch berufsfremde Menschen mitbringen, wenn man ihnen eine Chance gibt und Vertrauen entgegenbringt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sie setzen also auf Quereinsteiger.</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Ja. Sie können durch Praktika, einen Tag der offenen Tür oder auch, wenn sie vom Arbeitsamt vermittelt werden, reinschnuppern in einen Menschenberuf. Viele hatten damit vorher noch nie Berührungspunkte. Man sollte sich ihre Motivation angucken: Vielleicht wollen sie ihr Leben mit einer sozialen Arbeit erfüllen und nicht mehr in der Industrie arbeiten? Das ist eine Chance, Personal zu gewinnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welche Vorteile bringt Ihnen das?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Multiprofessionalität in Teams ist gefragt. Wenn man solche Assistenz- oder Hilfskräfte zusätzlich mit hinzunimmt, ist es zwar ein bisschen teurer für den Träger, aber es unterstützt auf allen Ebenen. Und sie werden erst in den Betreuungsschlüssel für pädagogisches Personal eingerechnet, wenn sie bestimmte Qualifikationen erreicht haben, sie sich also auf den Weg gemacht haben, Assistenzkraft oder Fachkraft werden zu wollen. Vorher zählen sie zu den sogenannten „helfenden Händen“. Beide Seiten können in dieser Phase testen, ob sie für den Beruf geeignet sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie kommen Sie an die Menschen heran?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Durch viele kleine Projekte, Öffentlichkeitsarbeit, Mund-zu-Mund-Propaganda. Wir sind gut vernetzt. Außerdem gehen wir aktiv auf Schulen zu, wenn dort beispielsweise Berufsinformationstage sind. Vielen ist gar nicht bewusst, dass Kitas überhaupt ausbilden. Es geht darum, den Blick auf den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers zu verändern, ihn attraktiv darzustellen und zu gestalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie viele Quereinsteiger oder ehemals Berufsfremde arbeiten bei Ihnen?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Wir haben aktuell jemanden im Team, dem coronabedingt gekündigt worden ist. Er hat ein halbes Jahr zur Probe gearbeitet, Geschmack daran gefunden und auch die Eignungen mitgebracht. Eine ehemalige FSJ-lerin hat Ihre Ausbildung bei uns gemacht und absolviert inzwischen ihr Anerkennungsjahr hier. Die Möglichkeiten sind also da.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Arbeiten bei Ihnen auch Aushilfskräfte?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Wir haben „helfende Hände“, die nicht den pädagogischen Weg einschlagen. &nbsp;Hauswirtschafter zum Beispiel müssen in Kitas viel Empathie mitbringen, weil sie viele Berührungspunkte mit den Kindern und den pädagogischen Fachkräften haben. Wenn es vom Personal eng wird, können sie wahre Perlen ein. Wir sehen das als Mehrwert für die Kinder. Bei uns lernen die älteren Kinder, die den Küchendienst mitgestalten, dabei dann beispielsweise das Zählen in einer fremden Sprache, in dem Fall Türkisch.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Haben Sie noch mehr Personal aus anderen Ländern?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Wir haben Beschäftigte aus Polen, Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Die Fachkräfte haben sich alle durch die deutsche Prüfung gearbeitet. Die Qualität der pädagogischen Arbeit ist nicht schlechter als bei deutschen Fachkräften. Wir müssen den Menschen nur zeigen, wie es bei uns gehandhabt wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie sind die Reaktionen der Eltern auf das multikulturelle Team?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Von den Kindern erwarten wir, dass sie offen sein sollen für unterschiedliche Kulturen und dass sie jeden so nehmen sollen, wie er oder sie ist. Den gleichen Wert sollten wir Erwachsenen darauf legen, dass sich Kulturen vermischen. Vielen Eltern ist der Fachkräftemangel bewusst. In der IT-Branche gibt es zum Beispiel keine Berührungsängste, wenn dort Menschen aus den USA oder Indien arbeiten. Nur in sozialen Berufen ist es so. Die Ängste lassen sich aber abbauen, wenn man offen kommuniziert und den Eltern klarmacht, dass wir für die Kinder und Familien nur das Beste wollen mit der Öffnung nach außen. Außerdem ermutigen wir die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Übernehmt einen Part beim Elternabend und stellt euch vor, damit die Eltern euch kennenlernen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie führen Sie die neuen Beschäftigten heran?</h3>



<p><strong>Grünzinger: </strong>Unser Onboarding-Prozess ist für Praktikantinnen und Praktikanten, berufsfremde Menschen und Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen, im Grunde gleich: Sie bilden ein Tandem mit einer Fachkraft. Die kreative oder musikalische Förderung, auch pflegerische Tätigkeiten wie pädagogisches Füttern und Wickeln kann man gut transportieren, indem man es ihnen vormacht und sie dabei begleitet. Wir legen Wert auf Gespräche, reflektieren viel – nach und nach können wir immer mehr Aufgaben übertragen. Bei Auszubildenden und jungen Menschen geht es viel darum, sie bei der Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und Verantwortungsgefühl zu vermitteln. Bei den Quereinsteigern, die Erfahrungen aus anderen Berufen mitbringen, geht es mehr um fachliche Vermittlung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das klingt trotzdem zunächst nach einer Belastung für die Fachkräfte.</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Da kommen die Träger ins Spiel. Wenn wir wollen, dass es mit Quereinsteigern funktioniert, wird es nicht reichen, nur nach dem gesetzlichen Schlüssel zu arbeiten. Erzieherinnen und Erzieher sollten Quereinsteiger anleiten und begleiten – dafür braucht man eine Fachkraft mehr, als im Schlüssel vorgesehen. Die Fachkräfte reflektieren viel und benötigen dafür mehr Vorbereitungszeit. Das geht im Hort, wo die Kinder erst um 11 Uhr kommen, besser als im Kita-Bereich. Dort ist es notwendig, dass der Träger Stunden für das Ein- und Anleiten freischaufelt. Wenn man das gut hinbekommt, hat man schnell einen Mehrwert. Dann bietet das Modell eine Chance, um neue Fachkräfte hinzuzugewinnen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Welche Rahmenbedingungen benötigt man innerhalb des Kita-Teams?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Eine flache Hierarchie. Allein steht man als Leitung auf verlorenem Posten. Wir haben ein gemeinsames Ziel und überlegen gemeinsam, wie wir da hinkommen und es umsetzen. Das hilft auch bei der Akzeptanz, weil es dann alle mittragen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie kommt man als Team da hin?</h3>



<p><strong>Grünzinger:</strong> Vertrauen und Wertschätzung untereinander finde ich sehr wichtig. Und eine offene Kommunikation. Die Beschäftigten wissen, dass sie sich ohne Angst äußern können und ihre Ideen einbringen sollen. Das hilft jedem Unternehmen sich weiterzuentwickeln, auch Kitas. Außerdem ist eine gesunde Fehlerkultur wichtig. Beim Thema Sicherheit zum Beispiel darf ich nicht davon ausgehen, dass Quereinsteiger oder Auszubildende den gleichen Blick darauf haben wie pädagogische Fachkräfte. Sie müssen diesen Blick erst lernen und wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, dass sie ihn schulen dürfen. Wenn ich nach einem Fehler kritisiere, kann es passieren, dass ich Angst aufbaue statt den Wunsch, es zu lernen. Es ist besser, das in sachlichen Gesprächen zu erklären.</p>
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		<title>Beschwerden sind willkommen</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/beschwerden-sind-willkommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Böcking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:10:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabennummer]]></category>
		<category><![CDATA[Haupt-Titelthema]]></category>
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		<category><![CDATA[Beschwerdekultur]]></category>
		<category><![CDATA[beschwerdemanagement]]></category>
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		<category><![CDATA[Miteinander]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Jede pädagogische Fachkraft in der Kindertagesbetreuung kennt solche und ähnliche Situationen: Frau Niemann holt nachmittags ihre Tochter Suri aus der Kita ab, es ist ein freundlicher Tag, aber sicher nicht wärmer als 8 Grad. Die Kinder spielen auf dem Außengelände. Sie bemerkt direkt, dass Suri keine Jacke trägt, sondern nur einen dünnen Pullover. Darüber &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/beschwerden-sind-willkommen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Beschwerden sind willkommen“ </span>weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><div class="liste-kurzgesagt-rot"></p>
<h2 style="font-weight: 400;">KURZ GESAGT!</h2>
<p style="font-weight: 400;">_Kitas profitieren von einer guten Beschwerdekultur</p>
<p style="font-weight: 400;">_Jede Beschwerde ernst nehmen und transparent damit umgehen</p>
<p style="font-weight: 400;">_Beschwerdemanagement ist Teil der Qualitätssicherung</p>
<p style="font-weight: 400;"></div></p>
<p>&nbsp;</p>


<p>Jede pädagogische Fachkraft in der Kindertagesbetreuung kennt solche und ähnliche Situationen:</p>



<p><em>Frau Niemann holt nachmittags ihre Tochter Suri aus der Kita ab, es ist ein freundlicher Tag, aber sicher nicht wärmer als 8 Grad. Die Kinder spielen auf dem Außengelände. Sie bemerkt direkt, dass Suri keine Jacke trägt, sondern nur einen dünnen Pullover. Darüber ärgert sie sich maßlos, denn sie hat schon mehrfach betont, dass das Kind bei solchen Temperaturen draußen eine Jacke tragen soll. Als sie Suris Sachen holen will, begegnet sie der Erzieherin Ute und geht grußlos und sichtlich verärgert an ihr vorbei. Diese reagiert erstaunt und sagt zu ihrer Kollegin: „Wir leben hier doch Partizipation mit den Kindern. Und wenn Suri keine Jacke anziehen möchte, werden wir sie nicht dazu zwingen. Warum ist Frau Niemann so verärgert?“</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Beschwerden gehören zum Miteinander dazu</h2>



<p><br>Beschwerden sollten nicht als Problem betrachtet werden, sondern als wichtige Informationsquelle. Durch sie kann ich erkennen:</p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><ul>
<li>Was ist falsch gelaufen oder hat gestört?</li>
<li>Wie können wir noch besser werden?</li>
<li>Wie können Prozesse verbessert werden?</li>
</ul></p>



<p>Wenn ein Kitateam offen und interessiert mit Beschwerden umgeht, kann es dadurch seine Arbeit und somit die Zufriedenheit der Familien (weiter) verbessern. Beschwerden sind also eine Chance, die Qualität in einer Kindertageseinrichtung weiterzuentwickeln.</p>



<p>Ein guter Prozess für das Beschwerdemanagement einer Kita besteht aus vier Schritten. Bezogen auf das obige Beispiel könnten diese so aussehen:</p>



<h3 class="wp-block-heading">1) Beschwerdestimulierung</h3>



<p><em>Die Erzieherin Ute sollte Frau Niemann auf die spürbare Verärgerung ansprechen und dazu motivieren, ihre Beschwerde zu formulieren. Frau Niemann sollte wissen, dass es dem Kitateam wichtig ist, ihre Unzufriedenheit zu verstehen.</em><br><br>Eine beschwerdefreundliche Umgebung vermittelt den Eltern, dass es vollkommen in Ordnung ist, Unzufriedenheiten zu äußern, und dass diese von den Beschäftigten der Kita ernst genommen werden. Eltern werden an verschiedenen Stellen dazu aufgefordert, sich mit ihren Anliegen an die Fachkräfte, die Kitaleitung oder den Elternausschuss zu wenden, und werden in Gesprächen und (anonymen) Umfragen immer wieder nach ihrer Zufriedenheit befragt. Vorstellbar ist auch ein „Kummerkasten“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2) Beschwerdeerfassung</h3>



<p><em>Die Erzieherin Ute sollte den Vorfall als Beschwerde offiziell annehmen und Verständnis signalisieren. Der Sachverhalt ist nicht zwischen Tür und Angel zu klären, deshalb lässt die Erzieherin Frau Niemann wissen, welche nächsten Schritte erfolgen, zum Beispiel ein Gespräch. Ute füllt das Beschwerdeformular aus und informiert die Kitaleitung über den Vorfall.</em></p>



<p>Falls eine Beschwerde nicht sofort besprochen und keine Lösung gefunden werden kann, sollte ein Formular vorhanden sein, in dem sachlich dokumentiert wird, worüber sich wer wann beschwert hat und was vereinbart wurde. Ein Beispiel für ein solches Formular finden Sie auf der KinderKinder-Webseite zum Herunterladen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3) Bearbeitung der Beschwerde</h3>



<p><em>Ist die Beschwerde zur Bekleidung ein Einzelfall, der nur Suris Mutter betrifft, sollte ihr die Einrichtung einen Gesprächstermin anbieten. Ein guter Einstieg könnte sein: „Ich habe den Eindruck, Sie ärgern sich über unsere Regelungen zur Bekleidung der Kinder draußen. Glauben Sie mir: Wir würden Suri immer ansprechen und mit ihr eine Lösung suchen, wenn wir den Eindruck hätten, dass sie zu dünn angezogen ist und sich erkälten könnte.“</em></p>



<p>In diesem Schritt sollte klar sein, wer im Team die Verantwortung für die Beschwerde übernimmt und beispielsweise die Klärungsgespräche führt. Sehr wichtig ist hier auch festzulegen, wann und von wem die Familie angesprochen und informiert wird.</p>



<h3 class="wp-block-heading">4) Beschwerdeanalyse</h3>



<p><em>Die Kitaleitung sollte alle Beschwerden in einem Ordner sammeln. Nur so ist es möglich, sicher nachzuvollziehen, ob es ähnliche Beschwerden eventuell schon häufiger gab. Aus dieser Erkenntnis könnte sie eine Informationsveranstaltung zum Thema Kinderpartizipation planen, um dort näher zu erklären, dass die Umsetzung von kindlicher Selbst- und Mitbestimmung eine Pflichtaufgabe für Kindertageseinrichtungen ist.</em><br><br>Es ist hilfreich, wenn die Kitaleitung die in einem Zeitraum angefallenen Beschwerden auswertet, um herauszufinden, ob bestimmte Bereiche oder Themen gehäuft betroffen sind. Sollte dem so sein, kann das Team genauer analysieren, ob es konzeptionelle Anpassungen oder einen besseren Dialog mit den Familien braucht.</p>



<p>Teams, die sich mit solchen und ähnlichen Fragen auseinan-dersetzen und in einen ehrlichen Dialog kommen, können ihre Beschwerdekultur optimal weiterentwickeln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fehler sind Helfer</h2>



<p>In einer beschwerdefreundlichen Kita sollte sich das Team auch ohne konkreten Anlass mit dem Thema befassen. Gute Reflexionsfragen können dafür sein:</p>



<div style="height:12px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


<ul>
<li>Haben alle bei uns im Team das Recht, Fehler zu machen?</li>
<li>Warum ist es wichtig zu akzeptieren, dass die Verantwortung für einen von mir gemachtem Fehler zunächst bei mir liegt? </li>
<li>Wie können wir sensibel auch für nonverbale Beschwerden der Eltern werden?</li>
<li>Werden Beschwerden von Eltern als willkommener Anlass betrachtet, den Dialog mit den Eltern zu intensivieren?</li>
<li>Was tun wir, damit bei uns in der Kita eine möglichst fehlerfreundliche Kultur herrscht – Fehler also offen besprochen und nicht verschwiegen werden?</li>
<li>Fühlt sich das komplette Team bei Beschwerden verantwortlich – bis die Beschwerde an der Stelle angekommen ist, an die sie gehört?</li>
<li>Suchen wir die Ursache bei Problemen zunächst bei uns?</li>
</ul>
<p> </p>
<p style="font-weight: 400;"><div class="box-infos-gruen"></p>
<h3><!-- /wp:post-content --></h3>
<h3 style="text-align: center;">Exklusiv für Sie!</h3>
<p style="text-align: center;">Einen Dokumentationsbogen für Elternbeschwerden, der sich ausdrucken oder auch am Computer ausfüllen lässt, sowie eine Kopiervorlage für Kummerkastenzettel finden Sie als kostenloses Download-Angebot unter: <br /><a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/beschwerden">www.kinderkinder.dguv.de/beschwerden</a></p>
<p style="font-weight: 400;"></div></p>
<p><!-- wp:spacer --></p>
<div class="wp-block-spacer" style="height: 100px;" aria-hidden="true"> </div>
<p><!-- /wp:spacer --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p> </p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p>
<p><!-- wp:paragraph --></p>
<p> </p>
<p><!-- /wp:paragraph --></p><p>Der Beitrag <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/beschwerden-sind-willkommen/">Beschwerden sind willkommen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de">KinderKinder</a>.</p>
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		<title>Keine Angst vor Beschwerden</title>
		<link>https://www.kinderkinder.dguv.de/beschwerden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Richter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 07:13:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[03/2023]]></category>
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		<category><![CDATA[Titelthema]]></category>
		<category><![CDATA[beschwerdemanagement]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Frau XY hat sich beschwert &#8230;.&#8220; &#8211; da schwingt meistens etwas Negatives mit. In Kita-Teams, die das Beschwerdemanagement ernst nehmen, ist das jedoch nur eine neutrale Information. An diese schließt sich möglicherweise ein Gespräch oder auch eine Rücksprache mit dem Team an. Die Formulare, die wir für euch erstellt haben, können euch bei einem guten &#8230; <a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/beschwerden/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Keine Angst vor Beschwerden“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>&#8222;Frau XY hat sich beschwert &#8230;.&#8220; &#8211; da schwingt meistens etwas Negatives mit. In Kita-Teams, die das Beschwerdemanagement ernst nehmen, ist das jedoch nur eine neutrale Information. An diese schließt sich möglicherweise ein Gespräch oder auch eine Rücksprache mit dem Team an. Die Formulare, die wir für euch erstellt haben, können euch bei einem guten Weg, mit Elternbeschwerden umzugehen, unterstützen.</p>



<p>Das erste Formular hilft bei der Dokumentation der Elternbeschwerden. Es ordnet die Beschwerde einem bestimmten Bereich zu und hat Platz, um darauf zu notieren, welche Maßnahmen ihr ergreifen wollt, wer informiert wird und wer zuständig für die Rückmeldung an die Eltern ist. </p>



<p>Solche Dokumentationen sind sehr praktisch. Wenn ihr sie sammelt, wisst ihr beispielsweise, in welchem Bereich es klemmt, falls dazu häufig Beschwerden kommen sollten. </p>



<p>Unser PDF-Formular könnt ihr herunterladen und entweder ausdrucken oder auch direkt am Computer ausfüllen (es ist barrierefrei). Zum Download auf das Bild klicken.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Dokumentation-Elternbeschwerden.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="450" height="641" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden.jpg" alt="" class="wp-image-5139" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden.jpg 450w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden-211x300.jpg 211w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden-250x356.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden-258x368.jpg 258w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden-253x360.jpg 253w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden-179x255.jpg 179w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden-234x334.jpg 234w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/dokumentation_Elternbeschwerden-212x302.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 450px) 85vw, 450px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br><a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Dokumentation-Elternbeschwerden.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Dokumentationsbogen Elternbeschwerden</a></figcaption></figure>
</div>


<p>Das andere PDF ist ein Kopiervorlage für Zettel, auf die die Eltern Ideen, Anregungen oder auch Beschwerden notieren können, um sie in einen &#8222;Briefkasten/Kummerkasten&#8220; zu werfen. Einfach ausdrucken, in der Mitte durchschneiden und auslegen mit der ehrlichen Bitte, davon reichlich  Gebrauch zu machen. Zum Herunterladen auf das Bild klicken.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Kopiervorlage__Beschweren-erwuenscht.pdf" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="579" height="439" src="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht.jpg" alt="Kopiervorlage Beschweren erwünscht" class="wp-image-5142" srcset="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht.jpg 579w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht-300x227.jpg 300w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht-250x190.jpg 250w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht-263x199.jpg 263w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht-475x360.jpg 475w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht-336x255.jpg 336w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht-238x180.jpg 238w, https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Beschweren_erwuenscht-214x162.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 579px) 85vw, 579px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><br><a href="https://www.kinderkinder.dguv.de/wp-content/uploads/2023/07/Kopiervorlage__Beschweren-erwuenscht.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kopiervorlage Beschweren erwünscht</a></figcaption></figure>
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