Eine Gruppe von Kindern hält bunte Sprechblasen vor sich.

SprachbildungSprachbildung in Kitas: Ausbildung entwickelt sich weiter

Sprachbildung wird in Kitas wichtiger. Forschungsdaten zeigen Fortschritte in der Ausbildung und erklären, warum gemeinsame Fortbildungen im Team nötig bleiben.

Sprachliche Bildung gewinnt in der frühkindlichen Bildung weiter an Bedeutung. Daten des Forschungsprojekts ERiK zeigen, dass sich 2024 bundesweit 48 Prozent der pädagogischen Fachkräfte während ihrer Ausbildung mit sprachbezogenen Themen beschäftigt haben. Dazu gehörten die kindliche Sprachentwicklung, Sprachspiele und Mehrsprachigkeit.

Besonders deutlich wird der Wandel beim Thema Mehrsprachigkeit: Während dieses Thema  für weniger als ein Drittel der vor 1980 geborenen Fachkräfte Teil der Ausbildung war, traf dies auf 61 Prozent der seit 1990 Geborenen zu. In vielen Teams kommen damit unterschiedliche Ausbildungsbiografien und Wissensstände zusammen.

Für die Praxis bedeutet das, Sprachbildung als gemeinsame Aufgabe im Team zu verstehen und vorhandenes Wissen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Regelmäßige Fortbildungen können dazu beitragen, fachliche Grundlagen zu stärken und aktuelle Erkenntnisse in den Kita-Alltag zu integrieren.

Wichtige Aspekte für die Praxis:

  • Sprachentwicklung der Kinder aufmerksam begleiten
  • Mehrsprachigkeit als Ressource wertschätzen und einbeziehen
  • Gespräche, Spiele und Routinen sprachfördernd gestalten
  • unterschiedliche Fachkenntnisse im Team berücksichtigen
  • regelmäßige Fort- und Weiterbildungen ermöglichen
  • sprachliche Bildung als gemeinsame Teamaufgabe verstehen

Der ERiK-Bericht macht deutlich, dass Fachkräfte aller Altersgruppen Weiterbildungsbedarf sehen,  ältere Beschäftigte besonders häufig. Eine gemeinsame fachliche Grundlage stärkt die pädagogische Qualität und hilft Kindern dabei, sich auszudrücken, Beziehungen aufzubauen und am Kitaalltag teilzuhaben.

Quelle und weitere Informationen: Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe: „Sprachbildung wird in Kitas immer wichtiger“