Sicherheitsfragen im naturnahen Raum

Matthias Lange, Aufsichtsperson von der Unfallkasse Hessen

Es soll auf dem Kitagelände ein Lagerfeuer geben. Was ist zu beachten?

Feuer ist gerade auch für Kinder faszinierend. Mit einem gewissen Sicherheitsabstand dürfen sie sich dem Feuer vorsichtig nähern, innerhalb eines „Bannkreises“ sind Spiele und Herumlaufen aber absolut nicht erlaubt. Eine erwachsene Person muss das Feuer immer im Blick haben. Die Feuerstelle ist eingegrenzt – etwa mit Steinen. Gut sind auch Feuerkörbe oder -schalen.

Zum Anzünden dürfen nur geeignete Materialien wie zum Beispiel Grillanzünder verwendet werden, Spiritus oder ähnliche Flüssigkeiten mit niedrigem Flammpunkt sind tabu. Es muss sichergestellt werden, dass alle, die sich dem Feuer mit der gebotenen Vorsicht nähern, geeignete Kleidung tragen. Dass die Feuerstelle weit genug vom Gebäude und brennbaren Dingen entfernt eingerichtet wird und Löschmittel bereitstehen, ist selbstverständlich.

Spricht etwas dagegen, draußen zu grillen?

Nein, aber auch hier gelten bestimmte Vorsichtsmaßnahmen: Gegrillt wird nur unter Aufsicht von Erwachsenen. Der Grill muss kipp- und standsicher aufgestellt sein und natürlich nicht dort, wo die Kinder herumlaufen und spielen. Nur geeignete Grillanzünder nehmen.

Draußen wird Strom gebraucht. Was gilt hier?

Am besten verzichtet man draußen auf Strom – heiße Getränke etwa können vorbereitet und in Thermos kannen abgefüllt werden, Lichterketten gibt es auch mit Batterien. Wenn es sich nicht vermeiden lässt: Es dürfen nur Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen verwendet werden, die für den Außenbereich zugelassen sind und beispielsweise die Bezeichnung IP 44 tragen! Wichtig ist auch, nicht zu viele Geräte mit hohem Stromverbrauch an eine Steckdose anzuschließen. Die Kabel müssen so verlegt sein, dass sie keine Stolperstellen bilden.