Wasser fasziniert Kinder und eröffnet vielfältige Bewegungs- und Sinneserfahrungen. Bei Ausflügen ins Schwimmbad, steht nicht das Schwimmenlernen im Vordergrund, sondern eine angstfreie, spielerische Annäherung an das Element Wasser. Eine solche Wassergewöhnung fördert Bewegungsfreude und kann zugleich zur Unfallprävention beitragen. Das macht die DGUV Information 202-079 „Wassergewöhnung in Kindertageseinrichtungen“ deutlich.
Gleichzeitig ist der Aufenthalt im und am Wasser mit besonderen Risiken verbunden: Ertrinken kann bei Kindern leise und schnell geschehen. Deshalb erfordern Badeangebote eine sorgfältige Planung, klare Zuständigkeiten und eine angepasste Aufsicht. Die DGUV empfiehlt unter anderem, die Zahl der gleichzeitig badenden Kinder zu begrenzen; ein Betreuungsschlüssel von 1 zu 5 habe sich als sehr günstig erwiesen. Für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf kann zusätzliche Aufsicht notwendig sein.
Für den Kita-Alltag bedeutet das: Wassergewöhnung ist eine pädagogische Aufgabe, die Sicherheit, Entwicklungsbegleitung und Freude am Ausprobieren verbindet. Fachkräfte sollten den Entwicklungsstand der Kinder kennen und berücksichtigen, Übungen kleinschrittig gestalten und Rettungsfähigkeit sowie Erste-Hilfe-Kompetenzen regelmäßig auffrischen. Auch Badeerlaubnis, Badeordnung, Wege im Schwimmbad, geeignete Wassertiefen und der Umgang mit Schwimmhilfen gehören zur Vorbereitung.
Die Broschüre können Sie in der Publikationsdatenbank der DGUV herunterladen oder bestellen.
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