Schon Zweijährige und selbst Babys kommen heute regelmäßig mit Videoinhalten in Berührung – etwa über das Smartphone der Eltern oder das Tablet der älteren Geschwister. Besonders YouTube wird dabei häufig genutzt. Doch die Medienschutzinitiative klicksafe macht deutlich: Die Plattform ist für Kleinkinder nicht geeignet.
Selbst scheinbar harmlose Kinderformate wie die millionenfach geklickte Serie Cocomelon stehen in der Kritik. Fachleute warnen vor überstimulierenden Gestaltungsmitteln wie grellen Farben, schnellen Schnitten und ständigen Wiederholungen. Diese können Suchtverhalten begünstigen und die Aufmerksamkeitsspanne von Kleinkindern langfristig beeinträchtigen. Hinzu kommen versteckte Werbeinhalte, die Kinder unter sieben Jahren kaum als solche erkennen.
Auch YouTube Kids, der speziell für Kinder entwickelte Bereich der Plattform, bietet keine vollständige Sicherheit. Immer wieder gelangen Videos mit sexualisierten Inhalten oder Gewaltdarstellungen in den Kinderbereich – oft getarnt hinter harmlosen Vorschaubildern.
Kitafachkräfte sind wichtige Ansprechpersonen für Eltern, wenn es um Mediennutzung geht. Medienerziehung sollte deshalb als gemeinsame Aufgabe von Kita und Elternhaus verstanden werden. Die miniKIM-Studie 2023 zeigt, dass bereits 23 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen täglich internetfähige Geräte nutzen – ein deutliches Signal, Medienbegleitung aktiv in die Elternarbeit einzubringen.
Bessere Alternativen zu YouTubeKids sind werbefreie, altersgerechte Angebote wie ZDFchen, Kikaninchen oder Die Sendung mit dem Elefanten. Orientierung bietet außerdem der Ratgeber FLIMMO, der Eltern und Fachkräfte dabei unterstützt, schnell zu erkennen, welche Inhalte wirklich kindgerecht sind.
Zum vollständigen Artikel auf klicksafe.de: Darum sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt YouTube nutzen