Kicken, Flanken, Forschen – „Forscht mit“ rund um den Fußball

Alle drei Monate erscheint „Forscht mit!“ – die pädagogische Fachzeitschrift der Stiftung Kinder forschen. Die aktuelle Ausgabe 2/2024 „Kicken, Flanken, Forschen“ steht dabei ganz im Zeichen des Fußballs. Denn Fußball ist nicht nur ein unterhaltsamer Sport, der Gemeinschaft und Bewegung fördert, sondern auch ein spannendes Forschungsfeld: Aus welchen geometrischen Formen besteht das Spielfeld? Wie funktionieren die verschiedenen Balltechniken? Und wozu gibt es eigentlich Spielregeln?

Das E-Paper der Ausgabe kann auf der Website der Stiftung kostenfrei heruntergeladen werden. Jede Einrichtung, die bei der Stiftung Kinder forschen mitmacht, bekommt das Heft außerdem kostenfrei zugeschickt.

Zur Ausgabe „Kicken, Flanken, Forschen“

FIT KID: Spannende Filme über gesunde Ernährung in Kitas

Der erste Erklärfilm der FITKID-AKTION liefert einen Überblick zu den DGE-Qualitätsstandards und zeigt, wie eine abwechslungsreiche Ernährung zusammengestellt wird. Auch Verantwortliche aus Gemeinschaftseinrichtungen kommen zu Wort und teilen ihre positiven Erfahrungen. Das Kita-Fachpersonal hebt die vielfältigen Anregungen der DGE-Standards hervor. Diese bieten nicht nur Empfehlungen für Speisepläne, sondern lassen auch Raum für Lieblingsgerichte und zeigen, wie diese gesünder zubereitet werden können.

Der zweite Film richtet sich gezielt an Verantwortliche der Verpflegung und erläutert, wie die DGE-Standards einen zuverlässigen und fundierten Rahmen liefern. Sie sind einfach anzuwenden und berücksichtigen auch Aspekte wie Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Schritt für Schritt wird erklärt, wie sich der Weg zu einer optimalen Verpflegung für alle Menschen der Gemeinschaftseinrichtung gestalten lässt, inklusive Tipps zu Prozessoptimierungen in den beteiligten Teams.

Die DGE-Qualitätsstandards werden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Zur FIT KID-Aktion

Registrierung offen: 18. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag

Alle vier Jahre findet der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag statt – der größte Jugendhilfegipfel in Europa. Der Fachkongress wird durch die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) ausgerichtet, fördert mit seinen Fachveranstaltungen die Fort- und Weiterbildung von Fachkräften und setzt vielfältige inhaltliche Impulse.

Das Motto „Weil es ums Ganze geht. Demokratie durch Teilhabe ermöglichen“ rückt im kommenden Jahr gesellschaftliche Themen der Gegenwart und Zukunftschancen in den Fokus: Welche Anforderungen stellt die aktuelle Situation an Strukturen, Fachkräfte und Inhalte? Wo steht die Kinder -und Jugendhilfe, wo will sie hin – und was hat sie anzubieten? Noch bis zum 7. Juni ist für interessierte Ausstellende die Registrierung für die Einreichung ihrer Messestände möglich.

Im Oktober 2024 wird das Programm vorgestellt und die Anmeldung für Teilnehmende geöffnet. Der Besuch des Gipfels ist kostenfrei. Rund 250 Vorträge, Panels, Workshops und Präsentationen werden voraussichtlich angeboten. Die Themenfelder umfassen unter anderem:

  • die Kindertagesbetreuung,
  • Frühe Bildung,
  • Hilfen zur Erziehung,
  • Gesundheit,
  • Kinderrechte
  • und Inklusion.

Zum Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag

Rückengerecht arbeiten in der Kita

Die Ausstattung in den meisten Kitas ist vorwiegend auf die Bedürfnisse und Körper der Kinder abgestimmt, dabei ist es ebenso wichtig, das Kitapersonal im Blick zu behalten. Denn hastige Bewegungen, unpassende Möbel und häufige Fehlhaltungen können zu Rückenschmerzen, Bandscheibenproblemen oder sogar Muskel-Skelett-Erkrankungen führen.

Dabei können verschiedene präventive Maßnahmen ergriffen werden, um Kitapersonal ein rückenfreundliches Arbeiten zu ermöglichen. Dazu gehören technische und organisatorische Maßnahmen sowie persönliche Verhaltensweisen im Kitaalltag.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) erläutert in ihrer Publikation „Rückengerecht arbeiten in der Kita“ praktische Tipps anhand verschiedener Situationen.

Zum Beispiel zum:

  • Ankleiden
  • Heben und Tragen
  • Spielen am Boden
  • Spielen am Tisch
  • Essen zubereiten
  • und Zähne putzen.

Zur Publikation „Rückengerecht arbeiten in der Kita“

Sicherheit beim Roller- und Laufradfahren

Mit Roller und Laufrad kann die Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung bei Kindern bereits frühzeitig gefördert werden. Im Umgang mit ihnen schulen die Kinder Fähigkeiten wie Motorik, Koordination, Orientierung und das Einschätzen von Geschwindigkeiten.

Ein Helm soll Kinder dabei vor Verletzungen schützen. Es ist besonders wichtig, dass er die richtige Größe hat und passend eingestellt wird, damit er fest auf dem Kopf sitzt. Das Anlegen des Helms sollte für die Kinder zur Gewohnheit werden und sie sollten auch in der Lage sein, den Kinnriemen selbst zu schließen und zu öffnen.

Dennoch kann das Helmtragen auch Risiken bergen: So dürfen Kinder in Situationen, in denen nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie mit Helm auf Spielgeräte klettern und sich selbst gefährden, einen solchen nicht tragen.

Über weitere Details informiert die DGUV in ihrer Publikation: „Sicherheit beim Roller- und Laufradfahren in der Kindertagesbetreuung“

Erste Hilfe in der Kita: Alles erfüllt?

Um die Folgen von Unfällen im Kita-Alltag möglichst gering zu halten, sollte das Fachpersonal regelmäßig überprüfen, ob alle notwendigen Voraussetzungen für die Erste Hilfe erfüllt bzw. vorhanden sind. Zu den sachlichen Voraussetzungen zählen Meldeeinrichtungen (Telefone), Erste-Hilfe-Einrichtungen (Ruheraum mit Liegen) sowie genügend Erste-Hilfe-Materialien. Alle Erste-Hilfe-Einrichtungen sollten außerdem deutlich erkennbar gekennzeichnet sein. Personelle Voraussetzungen beinhalten das Vorhandensein von genügend ausgebildeten Ersthelfenden in den Kindergruppen.

Die Publikation informiert auch zu Maßnahmen, die bei einem Unfall zu ergreifen sind, sowie zur Unfalldokumentation.

Zur DGUV-Publikation: Erste Hilfe in Kindertageseinrichtungen

Podcast: Psychische Belastung in der Kita verringern

Wie kann sich pädagogisches Fachpersonal in der Kita stärken? Über diese Frage spricht der Kinderzeit-Redakteur Birk Grüling mit dem Diplom-Pädagogen, Therapeut und Autor Dr. Udo Bear.

Eine anhaltende Überbelastung kann negative Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit haben, betont Bear. Die Folgen sind zahlreich und reichen von körperlichen Beschwerden über vermehrte Krankheitsausfälle bis hin zum Burn-out.

Dr. Udo Baer plädiert für eine Stärkung der persönlichen Resilienz und nennt praxisorientierte Lösungsansätze für das Fachpersonal. Im Podcast spricht er unter anderem über:

  • eine offene Kommunikation, gerade im Fall von Problemen und Überbelastung
  • das Einhalten von Pausen (auch „Mini-Pausen“) zum Kräfte tanken
  • das Nein sagen lernen, um die eigenen Grenzen zu wahren
  • das Finden persönlicher Kraftquellen, etwa durch Freizeitgestaltung/Sport

Die Podcast-Folge ist auf der Kinderzeit-Website zu finden.

Pflanzwettbewerb: „Deutschland summt“

Bereits seit 2016 veranstaltet die Stiftung für Mensch und Umwelt jährlich den Pflanzwettbewerb „Deutschland summt“. Der Wettbewerb möchte vielfältige Pflanzprojekte anregen und damit die hiesige Artenvielfalt fördern. Egal ob im Privat-, Firmen- oder Kitagarten oder auf Terrasse oder Balkon – für jede Fläche gibt es eine passende Kategorie.

Teilnehmende Kitas sind dazu eingeladen, ihre Pflanzaktion oder Gartenverschönerung zu dokumentieren und einzureichen.

  • Die Beiträge können mit Bildern, Texten und Videos einfach hochgeladen werden.
  • Der Einsendeschluss ist der 31. Juli 2024.
  • Die Gewinner werden Mitte September in Berlin präsentiert.
  • Die Preisgelder in der Kategorie „Kita-Gärten“ liegen bei 400 Euro (Platz 1), 300 Euro (Platz 2) und 150 Euro (Platz 3).

Im Rahmen der Aktion „Kräuterkids“ ist es außerdem ab sofort möglich, sich um ein kostenfreies Kräuterpaket im Wert von 50 Euro bewerben. Erhältlich solange der Vorrat reicht.

Alle Details und Teilnahmebedingungen sind auf der Website zum Wettbewerb „Deutschland summt“ zu finden.

Das Außengelände fest im Blick

Von Spielplatz- und Klettergeräten können hohe Verletzungsrisiken für Kinder ausgehen, wenn sie nicht sicher gestaltet oder aufgebaut sind. Deshalb ist eine regelmäßige Wartung und Überprüfung erforderlich. Dasselbe gilt für naturnahe Objekte, mit denen Aufenthaltsbereiche im Freien gestaltet wurden. Dazu zählen Konstruktionen aus Holz (z.B. mit biegsamen Weidenruten gebaute Kriechtunnel), Zäune oder Klettergerüste, doch auch Wasserflächen wie kleine Teiche oder Feuchtbiotope.

Um die Sicherheit der Kinder auch in den Außenbereichen der Kita zu gewährleisten, sind daher verschiedene Punkte zu beachten, unter anderem:

  • die Kontrolle bei Neuinstallationen oder wesentlichen Änderungen
  • die Überprüfung eines jeden Objekts vor Inbetriebnahme durch eine sachkundige Person
  • eine Wartung im Abstand von drei Monaten hinsichtlich Funktion, Zustand und Stabilität (inkl. Verschleiß/ Verrottung) der Geräte durch eine qualifizierte Person
  • die jährliche Kontrolle bzw. Hauptuntersuchung, vorzugsweise zu Beginn der Spielsaison

Werden bei einer Überprüfung erhebliche Mängel festgestellt, muss unverzüglich der Träger der Kita darüber in Kenntnis gesetzt werden. Wenn ein Gerät von dem Spielplatz entfernt wird, müssen alle im Boden verbleibenden Verankerungen oder Fundamente beseitigt oder mit Schutzvorrichtungen versehen und die Stelle gesichert werden.

Die DGUV informiert in ihrer Publikation „Außenspielflächen und Spielplatzgeräte“ über die konkreten Vorgaben.

Weitere Hinweise und Links zu Materialien sind auf der Website der UK NRW zu finden.

Gesundes Kita-Personal: „BGW mobil“ tourt durch Ludwigshafen

Der zu einem Besprechungs- und Aktionsraum ausgebaute Truck besucht von Februar bis Mai 2024 rund 20 Kindertageseinrichtungen in Ludwigshafen. Organisiert wurde das Projekt durch die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und dem Verbund Protestantischer Kindertageseinrichtungen „Gemeinsam unter einem Dach“ (Ludwigshafen).

Das „BGW mobil“ bleibt jeweils einen Tag an der Einrichtung und liefert umfangreiche Informationen und Beratungen rund um die Gesundheitsförderung des Kita-Personals. Zu den Themen zählen z.B.:

  • rückengerechtes Arbeiten
  • das Schonen der Stimme
  • der Umgang mit Infektionsrisiken
  • das Vorbeugen von Stress
  • oder Hitzeschutz

Das genaue Programm wird vor Ort individuell auf den Bedarf in der jeweiligen Einrichtung abgestimmt. Weitere Informationen zu „BGW mobil“ gibt es hier.

Außerdem interessant: Die BGW lädt in diesem Jahr zu zwei Fachkongressen zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz in Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege sowie Kinder- und Jugendhilfe ein. Sie finden im Rahmen der Reihe „BGW forum“ am 7./8. Juni 2024 in Dresden und am 8./9. November 2024 in Ulm statt.

Orientierungshilfe für Kita-Konzeptionen

Es ist für Kitas gesetzlich verpflichtend, eine Kita-Konzeption zu entwickeln und sie der Betriebserlaubnis erteilenden Behörde vorzulegen. In diesem Prozess möchten die BAG Landesjugendämter unterstützen: „Die Konzeption ist das Fundament, auf dem die Arbeit einer Kindertageseinrichtung aufbaut“, betont Birgit Westers, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter (BAG). „Mit der praxisorientierten Arbeitshilfe können die Träger von Kitas ihre Qualität nach vorne bringen.“

Die Publikation Anforderungen an eine Einrichtungskonzeption für Kindertageseinrichtungen gem. §§ 45 ff. SGB VIII“ umfasst unter anderem folgende Inhalte:

  • Beschreibung von Betreuungsangebot und Zielen der Einrichtung
  • Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung
  • Informationen zu Kinderrechten und zur Beteiligung von Kindern
  • Informationen zu Beschwerdemanagement, Buch- und Aktenführung
  • Eine nützliche Checkliste mit Kriterien zur Analyse einer Kita-Konzeption

„Besonders wichtig sind uns die pädagogische Konzeption und das Konzept zum Schutz vor Gewalt“, erläutert Dr. Corinna Bredow, Leiterin des Kita-Referates im Landesjugendamt Brandenburg. Die Orientierungshilfe sei außerdem am Puls der Zeit – auch multiprofessionelle Teams und die Herausforderungen durch den Fachkräftemangel spiegeln sich in ihr wider.

Die Publikation steht auf der Website der BAG Landesjugendämter zum Download bereit.

Kindgerechter Umgang mit Krieg und Konflikten

Für Fachpersonal in der Kita ist es dabei besonders wichtig, sich einfühlsam und ruhig den Fragen von Kindern zu stellen, wenn diese über dramatische Entwicklungen in der Welt sprechen möchten. Denn die Angst von Erwachsenen kann Kinder zusätzlich verunsichern.

Know-how und Fachkompetenz spielen in diesem Kontext eine entscheidende Rolle, um feinfühlig auf die Kinder eingehen und sie bei der Verarbeitung und Einordnung unterstützen zu können. Besonders vor dem aktuellen Hintergrund der Ereignisse in der Ukraine und im Nahen Osten bietet das Staatsinstitut für Frühpädagogik (ifp) eine Sammlung von Informationsquellen und Orientierungshilfen zum altersgerechten Umgang mit Ängsten und Sorgen von Kindern an.

Die Handreichung „Kindgerechter Umgang mit Krieg und Konflikten. Handreichung für die Praxis in der Kindertagesbetreuung“ steht als PDF zum Download bereit.

Es werden außerdem Linksammlungen und weitere Materialien angeboten, etwa zu den Themen:

  • Umgang mit negativen Gefühlen – Stärkende Ansätze aus der Traumapädagogik
  • Krieg im Nahen Osten
  • Tipps für Fachkräfte und Eltern zum Thema Krieg und Konflikte
  • „Geflüchtete Kinder aus der Ukraine gut begleiten“

Alle Materialien sind auf der Website des ifp zu finden.

Kinderbeförderung mit Lastenfahrrädern – was zu beachten ist

Möchte etwa eine Kita-Fachkraft Kinder mit dem Lastenfahrrad mitnehmen, ist zum Beispiel unter anderem darauf zu achten, dass für die Kinder besondere, altersentsprechende Sitze vorhanden sind. So muss für jedes Kind ein eigener Sitzplatz mit Gurtsystem zur Verfügung stehen. Die Fachkraft muss das Anlegen der Gurte prüfen und außerdem darauf achten, dass die Kinder während der Fahrt keine gefährlichen Stellen, wie beispielsweise die Speichen der Räder, mit Händen oder Füßen erreichen können. Auch sollten die Kinder durch das Tragen eines Helmes geschützt sein.

Zu den vorsorglichen organisatorischen Maßnahmen zählt – neben natürlich der regelmäßigen Wartung und Instandhaltung des Lastenfahrrads – auch, dass das Einverständnis der Eltern für die Beförderung der Kinder eingeholt wird (per Einverständniserklärung). Außerdem sollte die Person, die das Lastenfahrrad fährt, nach § 12 Abs. 1 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) bereits vor der ersten Fahrt in der Nutzung des Fahrrades und zum Verhalten bei Pannen und/oder Unfällen unterwiesen worden und insgesamt geeignet sein, ein Lastenfahrrad zu führen. Zudem wird eine Probefahrt mit Beladung in sicherer Umgebung (ohne Verkehr) empfohlen.

Diese und alle weiteren Anforderungen sind der DGUV-Publikation zu entnehmen:

Lastenfahrräder zur Kinderbeförderung in Kindertageseinrichtungen – Was gilt es zu beachten?

Neue Webinarreihe: „MINTplus“

In den neuen Seminaren, die seit Februar 2024 angeboten werden, werden inhaltlich weite Bögen gespannt: Es geht um Aspekte der frühen MINT-Bildung bis hin zu Techniken der Team- und Organisationsentwicklung, etwa bei der Kita-Entwicklung und der Umsetzung einer Vision.

Zu den Themen der Webinare zählen:

  • MINTplus Natur: Die faszinierende Welt des Lernraums Wald. Mit dem Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben als Gastredner.

  • MINTplus Praxistransfer: Von der Fortbildung in den Kita-Alltag. Hier wird erörtert, wie Fortbildungswissen in den Kita-Alltag integriert werden kann.

  • MINTplus Bewegung: Raum schaffen für bewegtes Denken. Behandelt wird unter anderem, wie Kitaräume aussehen sollten, um Kindern Bewegung gut zu ermöglichen.

  • MINTplus Visionsentwicklung: Warum Kitas ihre Zukunft mitgestalten sollten. Es wird die Frage behandelt: Was meint Visionsentwicklung eigentlich und wie setzt man eine solche „richtig“ um?

Die Teilnahme an den Webinaren ist kostenfrei und die Anmeldung kann ganz einfach online erfolgen.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Campus der Stiftung Kinder forschen.

Mint geht digital: E-Book mit Praxistipps

Der erste Teil des E-Books „Mint geht digital“ der Stiftung Kinder forschen thematisiert die Relevanz des Erwerbs digitaler Kompetenzen. Es wird betont, wie wichtig es ist, dass sich Kinder schon im jungen Alter mit dem Gebrauch und der Funktion digitaler Geräte vertraut machen. Fragen wie folgende können in der frühen digitalen Bildung thematisiert werden:

  • Wie schalte ich ein Gerät an?
  • Was kann es aufnehmen?  
  • Kann man Bilder z.B. vergrößern?
  • Wofür dienen welche Knöpfe/Buttons/Schaltflächen?
  • Muss ich ein Kabel einstecken? Wenn ja, wo?

Der zweite Teil des E-Books „Mint geht digital“ enthält viele Praxisideen für die pädagogische Arbeit in Kita, Hort und Grundschule. Außerdem wird im E-Book immer wieder auch auf weiterführende Materialien oder Fortbildungsangebote der Stiftung forschen verwiesen, wie zum Beispiel auf das Bildungsangebot „Forschen mit Sprudelgas“, das sich schon für die Kita eignet. Hier werden Aspekte wie Dialog und sprachliche Bildung vertieft.

Das gesamte E-Book steht kostenlos zum Download bereit:

„Mint geht digital“ E-Book

Verpflegungskonzepte für Kitas

Das Nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ) bietet umfassende Informationen zum Thema, eine Datenbank mit Leitfäden sowie Online-Seminare.

Wenn eine Kita ein Verpflegungskonzept erstellen möchten, sollten sich dafür als erstes die Akteure zu möglichen Kriterien besprechen, rät das NQZ. Denn mit einem Verpflegungskonzept, das strukturell auf Trägerebene verankert ist, könnten Kitas und Träger ihre Werteorientierung in Verpflegungsfragen definieren.

Dabei sollte bestimmt werden, welche Speisenqualität ihnen wichtig ist, unter welchen Rahmenbedingungen sie das Mahlzeitenangebot gestalten und was die Kinder bei und mit den Mahlzeiten lernen sollen.

Zu den zentrale Qualitätskriterien eines Verpflegungskonzeptes gehören zum Beispiel:

  • Zusammensetzung des Speisenangebotes,
  • Gestaltung von Ess-Situationen,
  • Grundsätze zur Nachhaltigkeit,
  • Zusammenarbeit mit den Eltern,
  • Zusammenarbeit des Kitateams,
  • Hygiene und rechtliche Aspekte und
  • Maßnahmen zur Qualitätssicherung.


Dank eines solchen Verpflegungskonzeptes kann die Qualität der Mahlzeiten einer Kita regelmäßig überprüft und wenn notwendig, verändert und angepasst werden.

Weitere Informationen sind auf der Website des NQZ zu finden, inklusive vielfältiger Materialien, wie Checklisten und Leitfäden zur Erstellung eines Verpflegungskonzeptes, in der NQZ-Arbeitshilfendatenbank: Zur NQZ-Website

Informationen zum aktuellen Webinar-Angebot der NQZ „Beschaffung von Kitaverpflegung“ gibt es hier.

Künstliche Intelligenz in der Kita

Nutzt man ChatGPT etwa zum Verfassen von Informationstexten, so sollte man die inhaltliche Korrektheit sorgsam überprüfen, resümiert Schmid (Professur für Angewandte Informatik/ Kognitive Systeme an der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik, Universität Bamberg).

Denn anders als bei der Recherche über Suchmaschinen, wo man die Quelle der Information sehen kann, ist dies bei Texten von ChatGPT nicht der Fall. Es kann also durchaus sein, dass auch unseriöse Quellen von der KI zur Textgenerierung herangezogen wurden. Deshalb sollte ein von ChatGPT generierter Text – insbesondere, wenn es sich um Fachthemen handelt – immer kritisch inhaltlich überprüft werden.

Eine einfachere Hilfestellung kann ChatGPT beim Erstellen von simplen Gebrauchstexten bieten. Dafür ist ein klares Prompting – d.h. eine Aufgabenstellung an die KI mit möglichst konkreten Anweisungen – nötig. Hat man das Sprachmodell so mit allen notwendigen Informationen versorgt, kann es sehr gut einfache Texte generieren – etwa einen Elternbrief, Zusammenfassungen oder Dokumentationen.

Außerdem kann ChatGPT in der Kita dazu verwendet werden, vorhandene Texte in einfache Sprache umzuformulieren, sodass sie für die Kinder genutzt werden können. Möchte man zum Beispiel ein aktuelles Thema aus den Medien aufgreifen, so könnte man ChatGPT einen Zeitungsartikel kindgerecht umformulieren lassen und diesen als Grundlage nehmen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet von ChatGPT in Kitas ist die Übersetzung. Hat man in seiner Einrichtung Kinder, die eine andere Muttersprache sprechen, kann ChatGPT nicht nur Texte übersetzen und somit die Kommunikation erleichtern. Es kann auch genutzt werden, damit die Kinder an die deutsche Sprache herangeführt werden und sie nach und nach erlernen.

Zum ausführlichen Fachbeitrag: ChatGPT im Kontext der frühkindlichen Bildung

Podcast für Kinder: „Hör dich fit!“

Der Podcast bietet jedoch nicht nur viel Wissenswertes zum Thema Ernährung, er ist auch unterhaltsam und macht Spaß anzuhören, vor allem durch die jungen Protagonisten Lina und Milo. Offen und zugewandt tauchen sie mit ihrem Vater in die Welt der Ernährung ein. Es geht um Fragen wie: Was braucht mein Körper, um fit in den Tag zu starten? Oder: Wie bleibe ich gesund?

Die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer gewinnen viele Informationen und praktische Tipps rund um ihr Essverhalten und Nahrungsmittel. Sie erfahren zum Beispiel in den ersten Folgen, wieso das Essen auf dem Teller im Idealfall bunt wie eine Regenbogen ist, warum Wasser trinken so wichtig ist oder wie man erkennt, ob ein Lebensmittel gesund ist oder nicht. Auch Begriffe wie „Bio“ oder Zusammenhänge von Ernährung und Umwelt werden unter die Lupe genommen.

Kindgerecht gestaltete Erklärvideos informieren zusätzlich – etwa zu den Themen „Snackalarm“ oder „Esskultur“. Die Audio- und Videoinhalte eignen sich durch ihre Gestaltung auch hervorragend dazu, das Thema Ernährungserziehung in Kita oder Grundschule umzusetzen.

Zum Angebot „Hör dich fit“ – Podcast und Videos

kids kreativ! – Den Forschergeist wecken

Das Fraunhofer Institut möchte mit dem Wettbewerb kids kreativ! Kinder schon frühzeitig für die Naturwissenschaften begeistern und dabei das Experimentieren in den Mittelpunkt stellen. Es sollen Situationen geschaffen werden, in denen die Kinder differenziert wahrnehmen, begreifen und ihre Umwelt begrifflich fassen können – natürlich unter der fachgerechten Begleitung der Erzieherinnen und Erzieher.

Denkbar sind Bastel- und Malarbeiten, Fotos, Filme, Experimente, Modelle, Bauwerke und Konstruktionen, etwa zu Themen wie Energiewende, Kreislaufwirtschaft, Digitalität oder Gesundheit im Kita-Alltag.

Es besteht auch eine digitale Einreichungsmöglichkeit: So können die Erzieher den Entstehungsprozess fotografisch oder filmisch begleiten und diese Materialien einsenden.

Der Wettbewerb möchte:

  • Kindliche Fragestellungen aufgreifen und Kinder staunen lassen
  • Faszination für Naturwissenschaften und Technik schon im Kindergarten wecken
  • Die gesamte Persönlichkeit von Jungen und Mädchen im Blick haben und fördern
  • Handlungsorientierung und forschendes Lernen durch den Einsatz von Experimenten stärken
  • Kindgemäße Sachlichkeit und Begrifflichkeit fördern
  • Nachhaltiges Lernen animieren – vom Einfachen zum Komplexen
  • Freude am Experimentieren wecken
  • Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten aufzeigen.

Der Einsendeschluss für das Material ist der 30. April 2024.

Zu gewinnen gibt es Warengutscheine für Kindergartenbedarf im Wert von 500 Euro (1. Platz), 300 Euro (2. Platz) und 150 Euro (3. Platz), ergänzt durch Sachpreise mit Bezug zum Thema Forschung.

Zum Wettbewerb kids kreativ!

Mitmachen beim Kita-Wettbewerb des Handwerks

 „Kleine Hände, große Zukunft“ lautet das Motto des Kita-Wettbewerb des Handwerks 2023/24, bei dem die Kinder echten Handwerkerinnen und Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen sollen. Teilnehmende Einrichtungen können mit ihren Kita-Kindern einen Handwerksbetrieb vor Ort besuchen oder Handwerker zu sich einladen. So können die Kleinen ganz unmittelbar die vielfältigen Berufe aus der Welt des Handwerks kennenlernen.

Im Anschluss werden die Kinder in der Kita selbst aktiv und verarbeiten auf einem Riesenposter ihre Erlebnisse. Dabei darf mit verschiedensten Werkstoffen gebastelt, gemalt und geklebt werden. Ein Foto des gestalteten Riesenposters sowie eine kurze Erläuterung und einige Bilder des Entstehungsprozesses werden an kita@marketinghandwerk.de gesandt.

Der Einsendeschluss ist der 15.03.2024. Als Landessieger kann man 500 Euro für ein Kita-Fest oder einen Projekttag zum Thema „Handwerk“ gewinnen.

Zum Kita-Wettbewerb des Handwerks

Cornelsen Bildungsindex gibt Aufschluss über Bildungssystem

Der Bildungsindex liefert ein aussagekräftiges Profil der Leistungsfähigkeit der verschiedenen Bildungsbereiche von der frühkindlichen Bildung über Kita, Schule und beruflicher Bildung bis zu Hochschule und Weiterbildung. Das Panel setzte sich zu gleichen Anteilen aus Expertinnen und Experten ebendieser Bereiche zusammen. Zugleich waren alle Rollen vertreten: Lernende, Erzieher, Lehrkräfte und Ausbilder, Leitungspersonen, politisch Verantwortliche sowie Fachleute aus Verwaltung und Bildungsforschung.

Interessanterweise sind sich die Experten darin einig, vor allem die frühkindliche Bildung zu fördern: So würden die meisten Befragten (41 Prozent) Investitionsimpulse am ehesten in diesem Bereich setzen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Außerdem stand die frühkindliche Bildung auch für Investitionen im Fokus: 50 Prozent der Befragten aus dem Hochschulbereich würden in die schulische Bildung und 30 Prozent in die frühkindliche Bildung investieren – nur 6 Prozent in die Hochschule.

Zum Cornelsen Bildungsindex

Mehr Bewegungsanreize für Kinder setzen

Vor allem Bewegung in den ersten Lebensjahren sei von großer Bedeutung für die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, sagt die Stiftung und weist darauf hin, dass der Mangel an körperlicher Aktivität bei Kindern zu einem ernsten Problem, nicht nur für die Familien, sondern für die gesamte Gesellschaft zu werden droht.

Die Folgen reichen über fehlende körperliche Fitness, Haltungsschäden bis zur Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit der jungen Generation. Bezugnehmend auf ihren Kindergesundheitsbericht 2023 weist die Stiftung darauf hin, dass die Situation durch das Internet und die zunehmende Digitalisierung des Alltags eine geringere körperliche Aktivität verstärkt, da viele alltägliche und soziale Bedürfnisse digital erfüllt werden können.

Um Bewegung zu fördern, hat die Stiftung Kindergesundheit das Projekt „Tigerkids – Kindergarten aktiv“ entwickelt, das seit 2007 bundesweit im Einsatz ist. Im Rahmen des Programms erlernen die Kinder spielerisch das richtige Ernährungsverhalten. Gleichzeitig werden ihre Ausdauer und Koordination durch ein Bewegungsprogramm gefördert und ihnen Spaß an körperlichen Aktivitäten vermittelt. 

Zum Angebot „Tigerkids“

Antidiskriminierungspädagogik in der frühkindlichen Bildung

Die Antidiskriminierungspädagogik vereint verschiedene pädagogische Ansätze, etwa von der Diversitypädagogik, Inklusionspädagogik, der geschlechtergerechten, antirassistischen oder vorurteilsbewussten Pädagogik, notiert die Erziehungswissenschaftlerin Nina Gadorosi. Damit werde sie zu einem übergeordneten Ansatz zur Bekämpfung von Diskriminierungen und wolle eine Grundhaltung vermitteln, um diskriminierendes Verhalten zu verhindern und dafür zu sensibilisieren. 

Pädagogisches Fachpersonal nimmt, laut Gadorosi, in der Umsetzung des Antidiskriminierungspädagogik-Konzepts eine Schlüsselrolle ein. Schließlich bildet das Personal durch seine Haltung, Interventionen sowie Fachkenntnisse den Rahmen für den Umgang mit Diversität in frühkindlichen Bildungseinrichtungen. Bezugnehmend auf ihre Master-Arbeit, bei der Gadorosi Erzieherinnen und Erzieher befragt hat, ergab sich indes ein gemischtes Bild bezüglich der Umsetzung. So stimmten der Aussage „Das Konzept der Antidiskriminierungspädagogik prägt meinen Arbeitsalltag“ zwar 42,7 Prozent zu – doch insgesamt mehr als die Hälfte stimmten dem nur teilweise (rund 26 Prozent) oder eher nicht zu (rund 31 Prozent).

In ihrem Fazit konnte Gadorosi unter anderem feststellen, dass es zwei Einstellungsdimensionen gab, die massiv Einfluss auf die Umsetzung von Antidiskriminierungspädagogik nahmen: Je höher pädagogische Kernüberzeugungen und subjektive Wirksamkeitsüberzeugungen bezüglich Widrigkeiten waren, desto stärker hatte das pädagogische Fachpersonal die Absicht, antidiskriminierungspädagogisch zu arbeiten.

Den ganzen Beitrag finden Sie hier.

Auszubildende unterstützen

Das Fortbildungsangebot „Meister von Morgen“ richtet sich an Bezugspersonen von Auszubildenden und will für das Thema mentale Gesundheit sensibilisieren. Wie äußern sich psychische Auffälligkeiten im Arbeitsalltag? Und wie können die Ausbilder und Ausbildungsbegleiter damit umgehen, wenn sie Anzeichen bei ihren Schützlingen entdecken?

Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der kostenlosen digitalen Veranstaltungen geklärt. Neben dem Basis-Seminar „Seelisch gesund durch die Ausbildung“ gibt es Veranstaltungen zu Depressionen, (Zukunfts-)Ängsten, drohendem Ausbildungsabbruch, Mobbing, Aggressionen und den besonderen Herausforderungen für Azubis mit Flucht- oder Migrationshintergrund. Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie leiten die Seminare ehrenamtlich und geben Hinweise zu möglichen nächsten Schritten.

Mehr Informationen bei der Stiftung Achtung Kinderseele:

https://www.achtung-kinderseele.org/veranstaltungen

Mensch – Arbeit – Zukunft 2024

Seit 2017 macht die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) mit ihren Fotowettbewerben auf gesellschaftlich relevante Themen aufmerksam. Die aktuelle Wettbewerbsrunde unter dem Motto „Mensch – Arbeit – Zukunft“ will die pädagogische Arbeit sichtbar machen und den Wert eines wirksamen Arbeitsschutzes in Kindertagesstätten und Krippen hervorheben.

Die Arbeiten können dabei sowohl positive Beispiele für gesundes Arbeiten in der Kita zeigen, als auch Hindernisse oder Herausforderungen, die zum Nachdenken anregen. Mögliche inhaltliche Ansatzpunkte sind zum Beispiel die Reduktion der Arbeitsbelastung durch etwa kleinere Gruppen oder eine gesunde Körperhaltung.

Der Teilnahmeschluss des Wettbewerbs ist der 15. November 2023. Es locken Preisgelder von insgesamt 26.000 Euro und die Gewinnermotive werden in einem Katalog sowie einer bundesweiten Ausstellungstour vorgestellt.

Mehr Informationen:

Zum Wettbewerb der BGW